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Constantin Freiherr Heereman wird 75
VDL-Präsident Dieter Tanneberger als sein erbitterter Gegner
Pressemitteilung vom 15.12.2006


Fast vier Jahrzehnte hat Constantin Freiherr Heereman insgesamt an der Spitze von nationalen und internationalen Verbänden der Landwirtschaft und der Jagd gestanden. Am Sonntag, 17. Dezember 2006, vollendet der Baron aus dem Münsterland sein 75. Lebensjahr.

Constantin Freiherr Heereman von Zuydtwyck wurde am 17. Dezember 1931 in Münster/ Westfalen geboren und verbrachte seine Jugend im Münsterland, wo er nach Beendigung der landwirtschaftlichen Ausbildung die Verwaltung des Familienbesitzes übernahm.

Der Vater von fünf Kindern und mehrfache Großvater begann 1958 sein Engagement im Bauernverband.

1968 zum Präsidenten des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes gewählt, wurde er bereits ein Jahr später im Alter von 38 Jahren auch Präsident des Deutschen Bauernverbandes. Beide Ämter hatte er bis 1997 inne. Als Verfechter einer bäuerlichen Landwirtschaft und Vorkämpfer für die europäische Einigung machte sich Freiherr Heereman über die Grenzen Deutschlands einen Namen und war von 1979 bis 1981 sowie von 1990 bis 1992 Präsident des EU-Bauernverbandes COPA und von 1982 bis 1986 Präsident des Weltbauernverbandes IFAP.

Der langjährige Kommunalpolitiker, überzeugte Christ, aktive Karnevalist und passionierte Pferdeliebhaber vertrat für die CDU von 1983 bis 1990 seinen Wahlkreis Steinfurt II als direkt gewählter Abgeordneter im Deutschen Bundestag.

In seiner fast 30-jährigen Amtszeit an der Spitze des Bauernverbandes scheiterte er jedoch nach der Wiedervereinigung an der Aufgabe die Einheit des landwirtschaftlichen Berufsstandes im Osten herzustellen. Hier hatte er in Dieter Tanneberger, dem Präsidenten des ostdeutschen Deutschen Landbundes (VDL) einen erbitterten Gegner, der ihm vorwarf, die LPG-Strukturen auf Kosten der zwangskollektivierten LPG-Mitglieder zu fördern. Heereman konnte sich nicht gegen die ostdeutschen LPG-Vorsitzenden und Verbandschefs in Gestalt der Klaus Kliem und Frank Rentzsch durchsetzen, die heute mit ihren riesigen Landgesellschaften den DBV politisch und auch finanziell weitgehend beherrschen. Die Rechnung Heeremans, die ostdeutschen VDL-Verbände würden sich nach Beendigung der LPG-Vermögenskonflikte dem Deutschen Bauernverband anschließen, ging nicht auf. Nach eigenem Eingeständnis ist in den neuen Ländern nur jeder 10. Privatbauer Mitglied im Deutschen Bauernverband.

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