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    Bundesverband
    Deutscher Landwirte e.V.
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Leserbrief
Dr. Winfried von Schutzbar, Elvese
Pressemitteilung vom 12.12.2002


In Ihrem Artikel „Ostwärts liegt eine demoralisierte Gesellschaft“ von Arnulf Baring wird wieder geklagt, dass ein großer Teil des „Mittelstandes“ nach der Wende nicht in die neuen Bundesländer zurückgekehrt ist. Weiß denn niemand, warum das so ist?
Kein Wort wird darüber verloren, dass es der Wille und die Politik unserer Bundesregierung war, die einst enteigneten und vertriebenen Menschen nicht wieder in ihre Heimat zurück zu lassen. Man hat ihnen entgegen vorherigen lautstarken Beteuerungen verwehrt, ihr Eigentum wieder in Besitz zu nehmen, weil man hoffte, durch Verkauf dieses Eigentums, das bei der Wiedervereinigung als „Volkseigentum“ in die Hände des Staates fiel, die leere Bundeskasse wieder zu füllen zu können.
Heute darf man diese Verkäufe, die munter weiter gehen, laut Gerichtsbeschluss öffentlich Hehlerei nennen, aber das aber stört wohl keinen unserer Regierungsvertreter.

Ein großer Teil des vertriebenen Mittelstandes wäre sehr gern zurückgekehrt, um in der alten Heimat wieder helfen aufzubauen, hätte man sie nur gelassen, das ist sicher und das weiß auch jeder.

Das heutige Klagen über nicht vorhandene Arbeitsplätze hilft wenig, wer soll sie denn schaffen? Der Staat vielleicht? Einzig und allein mittelständische Betriebe könnten das. Selbst die wenigen „Wiedereinrichter“, die es geschafft haben, durch die vielseitigen Aktivitäten von Herrn Tanneberger und Herrn Dr. Schachten ihre Betriebe oder ihren Grund und Boden zurückzubekommen, haben es sehr schwer, gegen die von der Regierung bevorzugten Großbetriebe anzukommen. Auch vom Staat bekommen sie keinerlei Unterstützung. Wenigstens unser Kanzler „der Mitte“ sollte das wissen und danach handeln, ehe alles endgültig unreparabel ist.

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