• Anschrift:
    Bundesverband
    Deutscher Landwirte e.V.
    Dresdner Straße 46
    09526 Dittmansdorf
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Nahezu unverändertes Bild bei der Hofnachfolge
Hofnachfolge ist nur bei einem Drittel der Landwirte geklärt
Pressemitteilung vom 29.11.2001


Nach einer Mitteilung des Verbraucherministeriums gab es In Deutschland 1999 rund 450.000 landwirtschaftliche Betriebe in der Rechtsform des Einzelunternehmens. Ein Drittel (35 Prozent) aller selbständigen Landwirte wussten bereits, wer ihren Hof voraussichtlich übernehmen wird. Ein Fünftel (22 Prozent) der Bauern war ohne Nachfolger, bei den übrigen (43 Prozent) war die Nachfolge ungeklärt. Diese Ergebnisse lassen sich aus den jetzt vorliegenden Ergebnissen der Landwirtschaftszählung 1999 ableiten. Gegenüber der letzten Zählung im Jahr 1991 gibt es kaum Veränderungen.

Der Anteil der Betriebsinhaber, die 45 Jahre und älter sind, ist im früheren Bundesgebiet in den acht Jahren zwischen den Erhebungen von 62 auf 54 Prozent zurückgegangen. Dieser Anteil gilt auch für das gesamte Gebiet Deutschlands (54 Prozent). Die durchschnittliche Größe der Betriebe mit Hofnachfolger war mit 35 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche etwa doppelt so hoch wie die der Betriebe ohne Nachfolger. Von den Landwirten, die ihren Nachfolger bereits kannten, gaben 48 Prozent an, dass dieser über eine landwirtschaftliche Ausbildung verfüge oder diese anstrebe. Etwa genauso hoch war der Anteil der Hofnachfolger, der über eine außerlandwirtschaftliche Ausbildung verfügte. Nach wie vor sehen die meisten Betriebsinhaber vor, ihren Betrieb an einen männlichen Nachfolger zu übergeben; nur 13 Prozent sehen eine Betriebsübergabe an eine Frau vor.

Bei den Betrieben mit Hofnachfolger zeigen sich deutliche regionale Unterschiede. Dabei ist besonders markant, dass - wie 1991 – in Bayern der Anteil der Betriebe mit Hofnachfolger am höchsten lag (44 Prozent) und in Südwestdeutschland am niedrigsten (Rheinland-Pfalz: 19 Prozent).

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