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Ökologischer Landbau
Woidke: „Öko-Förderung in Brandenburg wird aufgestockt“
Pressemitteilung vom 24.11.2006


Potsdam – Brandenburgs Agrar- und Umweltminister Dietmar Woidke (SPD) hat die Fördermittel für den Ökolandbau bis 2013 um 10 Millionen Euro gegenüber den bisherigen Planungen aufgestockt. Mit dem Geld wird insbesondere der Fördersatz für Ackerland in Betrieben mit Tierhaltung auf 137 Euro erhöht, wie er auch in einigen anderen norddeutschen Bundesländern gezahlt wird. Weiterhin wird die geschlossene Richtlinie für den Ökolandbau in den Jahren 2007 und 2008 für Neueinsteiger geöffnet. Drittens werden in Ökobetrieben, die seit der Schließung des Landesprogramms für Neueinsteiger Anfang 2005 neue Flächen angepachtet haben, die Flächenerweiterungen gefördert.

Der Minister teilte dies heute anlässlich eines Parlamentarischen Abends der Brandenburger Ökolandbauverbände im Potsdamer Landtag mit. Ab 1. Januar startet EU-weit die neue Förderperiode 2007 bis 2013. Für diesen Zeitraum werden gegenwärtig die Förderprogramme vorbereitet. Die Öko-Förderung ist in Brandenburg ab dem kommenden Jahr wie in der Vergangenheit eine spezielle Förderrichtlinie im Kulturlandschaftsprogramm KULAP Brandenburg, dem wichtigsten Agrarumweltprogramm überhaupt.

Ökobetriebe nutzen dieselben Förderprogramme wie die so genannten konventionellen Landwirte, erhalten aber pro Hektar einen zusätzlichen Betrag aus der Förderrichtlinie für den ökologischen Landbau. Woidke: „Mit der Neuverteilung der Mittel wird der Ökolandbau in Brandenburg seine Flächen weiter ausbauen. Schon jetzt stehen wir mit 120.000 Hektar, das sind 9,7 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche, auf Platz eins in Deutschland.“

Mehr Bio aus Brandenburg gefordert
Ein Problem sei aber, so Woidke weiter, „dass trotz der beachtlichen Fläche in Teilen vorbei an den Bedürfnissen der Region produziert wird. Nach wie vor landen deshalb zu wenige brandenburgische Ökoprodukte auf dem Berliner Markt, obwohl Biohändler händeringend danach suchen. Hier sind die Bioverbände klar in der Pflicht, mit ihren Mitgliedsbetrieben dafür zu sorgen, dass mehr Investitionen im Gartenbau oder in der Tierhaltung erfolgen. Erst wenn es gelingt, auch hier mehr und weiter verarbeitete Bioprodukte made in Brandenburg das ganze Jahr über auf den Markt zu bringen, werden sich auch die erhofften Umwelt- und Arbeitsplatzeffekte für unser Land einstellen.“

Tillich: Staat schafft Anreize
Auch in Sachsen wird der Ökolandbau ab 2007 mit überdurchschnittlich hohen Sätzen gefördert. „Kaum ein Bundesland greift bei der Öko-Förderung so tief in die Tasche“, so der Umwelt- und Landwirtschaftsminister am 14. November in Dresden. So werde die Prämie bei der Umstellung von konventioneller auf ökologische Landwirtschaft bei Acker- und Grünlandwirtschaft ab 2007 deutlich über 200 Euro pro Hektar liegen.

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