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BVVG-Flächen
Pächter können nur noch bis 31. Dezember 2009 zum Vorzugspreis kaufen
Pressemitteilung vom 15.11.2007


Die Bodenverwertungs und -verwaltungs GmbH (BVVG) ist als Treuhand-Nachfolgerin dabei, Ackerflächen bis zu 35 Prozent unter dem Verkehrswert zu verkaufen. Dazu müssen allerdings langfristige Pachtverträge von mindestens sechs Jahren bestehen und diese müssen bereits vor 1996 abgeschlossen sein, zählt Andrea Hubatschek, Pressesprecherin der BVVG einige Voraussetzungen auf.

Der Verkauf läuft seit einiger Zeit. Doch nun macht die Europäische Union, die unzulässige Subventionen in Deutschland beklagt, Druck. "Wir hatten bereits ein Privatisierungskonzept mit den einzelnen Ländern abgestimmt und sind jetzt überrascht, dass die EU so aufs Tempo drückt", sagte die Sprecherin. Die Flächen können also nur noch bis 31. Dezember 2009 zum Vorzugspreis gekauft werden. Die Landwirte sollten sich beeilen und die verbleibenden zwei Jahre nutzen, hieß es. Jeder, der das Recht hat, die Flächen vergünstigt zu erwerben, sollte das tun. Wie das Staatliche Amt für Landwirtschaft Mockrehna informierte, hat die BVVG im Kreis Torgau-Oschatz rund 4800 Hektar zur Verfügung. "Davon wird in den nächsten zwei Jahren ein Teil vergünstigt verkauft", erklärte Andrea Hubatschek. 145 längerfristige Pachtverträge bestehen derzeit in der Region.

In Sachsen gehören übrigens 15 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzflächen der Bodenverwertungs und -verwaltungs GmbH. In anderen Bundesländern sei der Anteil bedeutend größer. Im vergangenen Jahr betrug der durchschnittliche BVVG-Preis bei Acker- und Grünland 2540 Euro pro Hektar. Dieser Preis schwanke allerdings sehr stark und richtet sich unter anderem nach Bodenwertzahl, Lage und vielen anderen Gesichtspunkten. Insgesamt flossen im Freistaat Sachsen zuletzt rund 28,1 Millionen Euro durch Flächenverkäufe und rund 7,6 Millionen Euro durch Landverpachtung (einschließlich Forst-, Umwidmungs- und Natur- schutzflächen) an die BVVG.

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