• Kontakt
    Fon 0 37360 63 44
    Fax 0 37360 63 66
  • Anschrift:
    Bundesverband
    Deutscher Landwirte e.V.
    Dresdner Straße 46
    09526 Dittmansdorf
zurück

Die Grünen ein gesellschaftlicher Rückschritt
Große Koalition will grüne Gentechnik entfesseln
Von Dietrich Ellien
Pressemitteilung vom 17.11.2005


Wenn diese Zeitung erscheint hat eine Physikerin das Kanzleramt übernommen und ein Elektrotechniker steht schon an der Spitze der SPD. Gemeinsam haben sie die Chance, die Ressorts Umwelt und Forschung, Verbraucherschutz und Landwirtschaft ideologisch zu entrümpeln und das Land wieder mit Wissenschaft und technischem Fortschritt zu versöhnen. Die ideologisch geprägte Umweltpolitik der Grünen ist (bis auf den Atomausstieg und das Erneuerbare-Energien-Gesetz - zugegebener Maßen zwei essentielle Pflöcke) mit der großen Koalition am Ende. Die eigenen halb-religiösen Überzeugungen stehen der praktischen Lösung bekannter Probleme immer häufiger im Wege. Zwar beklagt Ulrike Höfken, als agrar- und verbraucherpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN den radikal Bruch der Großkoalitionäre mit der Politik von Renate Künast. „Unsere grünen Projekte für mehr Verbraucher- und Tierschutz, bessere Lebensmittel und weniger Agrogentechnik werden eingestampft.“ Im Koalitionsvertrag wimmele es von grüner Rhetorik, am Ende sei es aber nur „eine rückwärtsgewandte und konzernorientierte Politik“.

Es ist erst zehn Jahre her, daß in den USA erstmals gentechnisch verändertes Saatgut entwickelt wurde. Heute wachsen diese verbesserten Nutzpflanzen auf riesigen Flächen von Indien bis Argentinien, von Kanada bis Südafrika – nur in Deutschland nicht. Hundertausende von Tonnen an Pestiziden werden eingespart, weil gewisse Schädlinge Pflanzen nicht mehr krank machen können. Auch fallen in der landwirtschaftlichen Produktionskette weniger Treibhausgase an. Der Effekt über zehn Jahre ist so groß, als hätte man fünf Millionen Autos stillgelegt, so eine britische Studie. In Deutschland dagegen hat Renate Künast ein Haftungsgesetz für Landwirte erlassen, das jeden Bauern unter ruinöse Strafe stellt.
Aber damit ist es nun bald vorbei. Jetzt kann es erst richtig losgehen! Ein deutsch-schwedisches Forscherteam hat einen alten Hefestamm genetisch verändert. Der kann nun nicht mehr nur Zucker und Getreide zu Alkohol, sondern auch Stroh, Äste, Holz, Altpapier und häuslichen Bioabfall zu Ethanol, zu Biosprit also vergären. Die ungeliebte Gentechnik bereichert auch die alternativen Energien. Der Physiker und Mathematiker Freeman J. Dyson sagt: "Um der Solarenergie zum Durchbruch zu verhelfen, brauchen wir Systeme, die die Vorteile von Solarzellen und biologischen Systemen kombinieren." Dabei schwebt ihm eine neue Photosynthese mit gentechnisch veränderten Pflanzen vor, die Sonnenlicht und CO² mit höherem Wirkungsgrad in organische Masse umwandelt.

zurück