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Zulassung von Getreide als biogener Brennstoff
Verbrennung soll nur in Kleinfeuerungsanlagen zugelassen und der Betreiberkreis auf den Bereich der Landwirtschaft beschränkt werden
Pressemitteilung vom 02.11.2006


Der Verband der privaten Landwirte und Grundeigentümer Sachen (VDL) begrüßt das Vorhaben des Bundesumweltministeriums zur Novellierung der 1. Bundesimmissionsschutzverordnung (BimSchV). Es ist geplant, Grenzwerte zur Zulassung von geeigneten biogenen Brennstoffen einschließlich Getreide in kleinen Feuerungsanlagen festzuschreiben. Die derzeitigen Bestimmungen für den Bereich der festen Brennstoffe weichen von den Möglichkeiten des jetzigen Standes der Technik erheblich ab. Bund und Ländern wollen bis Mitte 2007, spätestens aber bis Ende 2007 zum Inkrafttreten der Verordnung zu kommen.

Als überzogen und unrealistisch bezeichnete VDL-Präsident Dieter Tanneberger die Forderung des Sächsischen Landesbauernverbandes (SLB) die Novellierung vorzuziehen, um damit „eine energetische Verwertung von biogenen Brennstoffen und damit auch von Getreide erntewirksam für Lagerbestände aus 2006 zu schaffen“. Der Hintergrund der SLB-Forderung sei aber die vorgesehene Beschränkung des Betreiberkreises zum Einsatz von Getreide in Kleinfeuerungsanlagen und auf den Bereich der Landwirtschaft. Der großtechnische Einsatz von Getreide zur Verbrennung ruft nach Ansicht des VDL nicht nur ethische Bedenken hervor, auch sei die Einhaltung der Emissionsgrenzwerte zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen noch fraglich.

Die Zulassung von geeigneten biogenen Brennstoffen einschließlich Getreide in kleinen Feuerungsanlagen könnte dagegen für viele bäuerliche Betriebe und Haushalte eine Alternative zu Öl und Gas werden.

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