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NOT FÜR DIE WELT
Wie Subventionen Armut schaffen
REPORTAGE auf Sat.1 (Erstsendung. 06.11.2006)
Pressemitteilung vom 02.10.2006


Nur rund zwei Drittel seiner Einnahmen erzielt ein durchschnittlicher deutscher Milchbauer durch den Verkauf seiner Milch. Den Rest erhält er in Form von Prämien und Subventionen von der EU.

Weil reichlich Gelder von der Europäischen Gemeinschaft fließen, produzieren Milchbauern zuviel Milch, rund zehn Prozent mehr, als europäische Verbraucher konsumieren. Der größte Teil der Überschüsse wird zu Trockenmilch verarbeitet und in Länder außerhalb der EU exportiert, vor allem in Entwicklungsländer. Für die Umwandlung der frischen in trockene Milch und für den Export zahlt die EU wiederum reichlich Subventionen.

Milchkühe: Überschüssige Produktion für den Export
Die Folge: In Entwicklungsländern kann europäische Trockenmilch zu weit geringeren Preisen auf den Markt gebracht werden, als ihre Produktion hierzulande gekostet hat. In einem Land wie dem westafrikanischen Burkina Faso hat das fatale Konsequenzen: Denn dort, wo 85 Prozent der Bevölkerung von Landwirtschaft und Viehzucht leben, können lokale Milchproduzenten ihre Milch nicht mehr verkaufen. Weil die importierte Trockenmilch erheblich billiger ist.

Mit anderen Agrarprodukten verhält es sich nicht anders: So findet man im Senegal, auf dem Markt von Dakar, kaum einheimisches Obst und Gemüse, obwohl dort reichlich davon angebaut wird: Die Tomaten kommen billiger aus Italien, die Kartoffeln und Zwiebeln aus Holland.

SPIEGEL-TV-Autor Ralph Quinke berichtet über die Mechanismen und die Opfer der europäischen Agrarpolitik.

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