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    Bundesverband
    Deutscher Landwirte e.V.
    Dresdner Straße 46
    09526 Dittmansdorf
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Dr.Probst wiedergewählt
Entkoppelung der Agrarförderung von der Produktion weiter heftig umstritten
Tanneberger fordert Degression und Förderobergrenzen für Großbetriebe
Differenzialrente I und II der alten Agrarökonomie soll Bodenbonitäten ausgleichen
Pressemitteilung vom 06.11.2003


Der VDL Mittelsachsen hat am 28.10.2003 in Krögis einen neuen Vorstand gewählt.

Mit großer Mehrheit wurde Landwirt Dr. Manfred Probst, als bisheriger Regionalvorsitzender und VDL-Vizepräsident aus Podemus wiedergewählt. Zu Stellvertretern wählte die Mitgliederversammlung Heinz Schönleber, Vizepräsident des VDL-Bundesverbandes Deutscher Landwirte aus Littdorf und Peter Blum, Landwirt in Nauleis. Vorgenannte werden den Regionalverband im VDL-Landespräsidium vertreten.
VDL-Präsident Dieter Tanneberger dankte den bisherigen Vorstandsmitgliedern, insbesondere Wolf Rossberg aus Trebanitz und Johannes Herbst aus Thalheim für ihr langjähriges Wirken im Berufsstand.
Höhepunkt der Mitgliederversammlung war das Referat des Leiters Betriebswirtschaft, Recht und Grundsatzfragen im Sächsischen Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL), Ministerialrat Norbert Eichkorn, zu Fragen der EU-Agrarreform.

Flächen- oder Betriebsprämie weiter heftig umstritten
Das aktuelle Thema der zukünftigen Entkoppelung der Agrarförderung von der Produktion bleibt weiter heftig umstritten. Tanneberger sagte, die unterschiedliche Interessenlage drohe den Berufsstand zu zerreißen. Er forderte die Degression künftiger Flächenzahlungen und Förderobergrenzen für Großbetriebe auf Lösstandorten. Wer bei Bodenwertzahlen von 80 bis 100 Weizenerträge von bis zu 10 Tonnen pro Hektar ernte, sei nicht auf die selben Flächenprämien angewiesen wie Grünland-/Milchviehbetriebe im Gebirge und Vorland. Man müsse sich insofern wieder der Differenzialrente I und II der alten Agrarökonomie erinnern und unterschiedliche Bodenbonitäten von staatswegen ausgleichen. Die hier abzuschöpfenden Prämien sollten den Milchviehbetrieben in den Mittelgebirgslagen, die besonders unter dem Milchpreisverfall litten, zugeschlagen werden, um deren Existenz zu sichern, so Tanneberger.

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