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SEEHOFER-NACHFOLGE
Ilse Aigner wird neue Bundes-Agrarministerin
Pressemitteilung vom 30.10.2008


Kabinettsumbildung in der Bundesregierung: Ilse Aigner wird neue Agrar- und Verbraucherministerin. Die 43-Jährige übernimmt das Amt von Horst Seehofer, der als CSU-Chef und Ministerpräsident nach Bayern gewechselt ist - und jetzt auch dort die ersten Personalentscheidungen gefällt hat.

Aigner war bisher forschungspolitische Sprecherin
Für Seehofers Nachfolge als Bundesminister waren zuletzt auch sein Parlamentarischer Staatssekretär Gerd Müller und der Bundestagsabgeordneten Karl-Theodor zu Guttenberg im Gespräch gewesen. Was am Ende den Ausschlag für Ilse Aigner gab, blieb zunächst offen. Die 43-jährige gelernte Elektrotechnikerin war von 1994 bis 1998 Landtagsabgeordnete und wechselte anschließend in den Bundestag. Dort ist sie unter anderem forschungspolitische Sprecherin der Unionsfraktion. Die Bundestagsabgeordnete ist Bildungs- und Forschungspolitikerin, als Berichterstatterin für den Landwirtschaftshaushalt von 2002 bis 2005 kennt sie sich aber auch in der Agrarpolitik aus. So warnte sie vor finanziellen Kahlschlägen in der Landwirtschaft. Das frühere Gentechnikgesetz hielt sie für innovationsfeindlich.
Ilse Aigner begann ihre politische Karriere in der Jungen Union Bayern. Von 1993 bis 1999 war sie JU-Vizechefin und ist seitdem stellvertretende Bezirksvorsitzende in Oberbayern. Berufspraxis erwarb Aigner im elterlichen Handwerksbetrieb. Sie machte eine Ausbildung zur Elektrotechnikerin und arbeitete bis 1994 in diesem Beruf.

Seehofer verjüngt CSU-Führung radikal
Horst Seehofer nimmt keine Rücksicht auf Platzhirsche und Alteingesessene in der CSU: Der Parteichef und Ministerpräsident baute bei der Besetzung der neuen Landesregierung in Bayern deutlich auf den Nachwuchs.
Alle über 60 müssen raus - das scheint aktuelles Motto von Horst Seehofer zu sein. Der neue CSU-Chef setzt bei seinem neuen Kabinett ganz auf die Jungen.
Der Kabinettsliste zufolge bleiben lediglich Innenminister Joachim Herrmann und Justizministerin Beate Merk im Amt. Finanzminister wird der bisherige Finanzstaatssekretär Georg Fahrenschon (40). Ins Umweltministerium wechselt der bisherige Europaminister Markus Söder(41).
Eine Änderung erfolgt auch im Kultusministerium: Der bisherige Amtsinhaber Siegfried Schneider wird Staatskanzleichef. Sein Nachfolger wird der CSU-Landtagsabgeordnete Ludwig Spaenle. Neue Sozialministerin wird die bisherige CSU-Generalsekretärin Christine Haderthauer. Als neuen CSU-Generalsekretär wird Seehofer den Bundestagsabgeordneten Karl-Theodor zu Guttenberg berufen. Als neuen CSU-Generalsekretär hat Seehofer den Bundestagsabgeordneten Karl-Theodor zu Guttenberg berufen. Für Seehofers Landeskabinett steht der ehemalige CSU-Generalsekretär Markus Söder als neuer bayerischer Umweltminister fest und der bisherige Finanz-Staatssekretär Georg Fahrenschon wird neuer Finanzminister. Insgesamt werde es eine deutliche Verjüngung des Kabinetts geben. "Die über 60-Jährigen müssen gehen", sagte ein CSU-Vorstandsmitglied.

VITA:
Helmut Brunner: Minister als Landwirt im Nebenbetrieb
Der neue Landwirtschaftsminister in Bayern ist eine Überraschung: Den Niederbayern Helmut Brunner hatte kaum jemand auf der Rechnung. Und trotz Regionalproporz - der 54-Jährige ist ein fundierter Kenner seines Fachgebiets: Der Landwirt aus Zachenberg im Landkreis Regen hat im Landtag seit Jahren den Vorsitz im dem Ausschuss für Landwirtschaft und Forsten inne.
Seit 1994 gehört Brunner dem Landtag in München an. Doch trotz seiner Abgeordnetentätigkeit bewirtschaftet er seinen Bauernhof in Zachenberg. "Das brauche ich aus Ausgleich", sagt er. Hier, in der Gemeinde in Zachenberg ist er fest verwurzelt. Nicht nur wegen seines Berufs als Landwirt, in dem er es bis zum Landwirtschaftsmeister gebracht hat, er ist dort auch seit 30 Jahren Gemeinde- und Kreisrat.

"Mehr tun als nur meine Pflicht"
Leute, die mit Brunner zu tun haben, bestätigen das Motto, unter das er im Internet seine Arbeit im Landtag stellt: "Mehr tun als nur meine Pflicht". Er gilt als offen, sachkundig und fleißig. Zu Hause ist ihm besonders die Familie wichtig: Brunner ist verheiratet und hat zwei Kinder. Wenn ihm der Hof und seine Tätigkeit als Abgeordneter noch Zeit lässt, spielt er begeistert Fußball, "egal ob mit meinen Kindern oder in einer Seniorenauswahl." Außerdem opfert er "für einen schneidigen Schafkopf" schon mal die halbe Nacht.
Mit dem Posten als Landwirtschaftsminister hat Brunner ein großes Ziel seiner politischen Laufbahn erreicht. Denn er gibt als Grund dafür, warum er in die Politik gegangen ist, "um Beschlüsse und Entscheidungen nach meiner Überzeugung beeinflussen zu können und weil ich gerne Verantwortung übernehme und Lebensumstände gestalte."

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