• Kontakt
    Fon 0 37360 63 44
    Fax 0 37360 63 66
  • Anschrift:
    Bundesverband
    Deutscher Landwirte e.V.
    Dresdner Straße 46
    09526 Dittmansdorf
zurück

Kein Gas unterm Gras !
Pressemitteilung vom 27.10.2011


Gazprom Germania GmbH stellte am 18.08.2010 beim Bergamt Stralsund den Antrag auf Erteilung einer Erlaubnis, zur Ausbeutung des bergfreien Bodenschatzes Sole und der soleführenden Gebirgsschichten in der Feldberger Seenlandschaft (Mecklenburg Vorpommern), zum Zweck der Erdgasspeicherung für Westeuropa. Das Bergamt erteilte die Erlaubnis (Erlaubnisfeld: 215 km2).
Diese Region zeichnet sich durch ihre außergewöhnliche Tier- und Pflanzenwelt aus im „Müritz-Nationalpark“, im „Naturpark Feldberger Seenlandschaft“ und in den angrenzenden FFH- und EU-Vogel-und Landschaftsschutzgebieten dieser Endmoränenlandschaft. Sie ist einzigartig in Europa.
Am 25.06.2011 wurden unsere Buchenwälder im Müritznationalpark Serrahn (Kernzone) von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Wir haben hier nichts außer diesem Naturparadies; immer mehr Touristen finden hier Ruhe und Erholung, wodurch eine Vielzahl von Arbeitsplätzen geschaffen werden.
Gazprom will die Vormachtsstellung auf dem europäischen Gasmarkt sowie Speichersektoren und zusätzlich unsere Feldberger Seenlandschaft vereinnahmen, obwohl es schon genügend Erdgas-Lager in Deutschland gibt.

Wir haben eine Bürgerinitiative gegründet, denn wir befürchten:

- Zerstörung der Natur (Große Industrieanlage. Für die Verlegung von Pipelines 30m breite Schneisen in Wäldern.)

- hohe Lärmbelästigungen, hohe CO2 -und Smog- Emissionen durch turbinengetriebene Verdichterstationen

- unkalkulierbare, folgenschwere Risiken durch Vertikal- und Schrägbohrungen sowie Sprengungen in den genannten Bereichen schon bei seismischen Vorerkundungen

- Gefahren für das Grund- und Trinkwasser sowie für unsere klaren Seen durch Bohr- und Baumaßnahmen

- weder Haftungsfragen im Haveriefall noch Eigentumsfragen betroffener Flächen sind geklärt.

Wer diesen Erdgasspeicher in unserer sensiblen Natur zuläßt, handelt in höchstem Maße verantwortungslos und stellt kurzfristige, profitorientierte Wirtschaftsinteressen über das Gemeinwohl.
Die Auswirkungen auf den Naturhaushalt in unserer Landschaft sind nicht reparabel und nicht zu akzeptieren.
Über 5300 Einwohner und Touristen begründeten mit ihrer Unterschrift seit dem 30.04.2011 die Forderungen der Bürgerinitiative „Freie Erde - Kein Gas unterm Gras“!

Wir fordern, dass diese von den Gazprom-Plänen betroffenen sensiblen Bereiche (Landschaftsschutzgebiete und Müritz-Nationalpark) unter absoluten Schutz gestellt werden. Keine Erdgaslager, keine Industrieanlagen in der Feldberger Seenlandschaft!
Wir fordern einen entsprechenden Landtagsbeschluß.
Wir fordern alle politischen Entscheidungsträger auf, sich ihrer Verantwortung bewußt zu werden und sich endlich einem längst überfälligen Paradigmenwechsel zu stellen, der in der Betrachtung von Nachhaltigkeit statt Wachstum und von Lebensqualität statt Profit besteht.


Freie Erde-kein Gas unterm Gras
Kontakt: Anja Rosenthal, Rundweg 11, 17258 Feldberger Seenlandschaft, mail: info@freie-erde.net
Unsere Internetseite: http://www.keingasuntermgras.de

zurück