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EU-Agrarpolitik nach 2013: Fischer Boel gibt Ausblick
Pressemitteilung vom 23.10.2008


Erste Andeutungen, wie sich die EU-Kommission die gemeinsame Agrarpolitik nach 2013 vorstellt, hat EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel am vergangenen Donnerstag auf Zypern gegeben. Die ländliche Entwicklung solle mindestens den Anteil behalten, der ihr bereits heute zufalle, eher mehr, er-klärte Fischer Boel.

Auch die Bezeichnung "Zweite Säule" steht offenbar auf dem Prüfstand. Die Öffentlichkeit wolle mögli-cherweise nicht, so die Kommissarin, dass die ländliche Entwicklung hinter der Einkommensstützung und den Marktordnungen an zweiter Stelle stehe. Ferner müsse man sich fragen, in welchem Maße man die Finanzierung künftig "zielgerichtet" einsetzen wolle. Ländliche Entwicklung an sich sei zielgerichteter als Direktzahlungen an Landwirte und Agrarumweltzahlungen zielgerichteter als Beihilfen für Frührent-ner. Darüber hinaus sprach sich die Kommissarin dafür aus, die Förderung weg von Kompensationszah-lungen hin zur Unterstützung von Investitionen zu lenken.

Hinsichtlich des Gesamtbudgets erwartet Fischer Boel, dass die EU-Agrarpolitik in den Haushaltsver-handlungen für die Zeit nach 2013 unter enormen Druck geraten wird. Wichtig sei es, die Wettbewerbs-fähigkeit von Land- und Forstwirtschaft weiter zu erhöhen. Es gebe immer noch Unternehmen, die ihr volles Potential nicht ausschöpften. Für die öffentliche Hand sei der Landschaftsschutz eine klare Priori-tät. Trotzdem registriere man in einigen Teilen Europas besorgniserregende Umweltindikatoren, bei-spielsweise Bodenerosion. Ferner müsse man dem ländlichen Wirtschaftsraum helfen, sich zu diversifi-zieren; dadurch könne man die Lebensqualität in diesen Gebieten erhöhen.

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