• Kontakt
    Fon 0 37360 63 44
    Fax 0 37360 63 66
  • Anschrift:
    Bundesverband
    Deutscher Landwirte e.V.
    Dresdner Straße 46
    09526 Dittmansdorf
zurück

Glosse zum Klimawandel
Die Sonne ist nicht (allein) schuld
Von Dietrich Ellies
Pressemitteilung vom 26.10.2006


Wir werden Zeugen eines Menetekels: die Klimakatastrophe. Ende Oktober 2006 bringt die Südwestströmung für Berlin 22 Grad, Stuttgart 26, München 24. Die Regeln ewiger Bauernschläue purzeln mit den Hitzerekorden. Die Treibhausgase aus Kraftwerken und Fahrzeugen treiben die Quecksilbersäule in die Höhe. Die Sonneneinstrahlung hat in den vergangenen drei- bis vierhundert Jahren kontinuierlich zugenommen. Bildzeitung: „Klimaschock“; „Die Erd-Achse kippt“; „Die Erde ertrinkt“....
Auf unserer Sonne verändert sich was. Auf dem brodelnden Zentralgestirn haben sich seit den Skizzen Galileo Galileis 1611 Sonnenflecken vermehrt. Damals, im klimatologischen „Maunder-Minimum“ der Kleinen Eiszeit, zählten die Astronomen im Schnitt fünfzig auffällige Kreise auf der Sonnenoberfläche - Kleckse, die später als Sonnenflecken beschrieben und als Gebiete mit besonders starker Sonnenaktivität entdeckt wurden. Heute zählt man bis zu 50.000 Sonnenflecken. Ein international vielbeachteter Fachaufsatz von Sonnenforschern des Max-Planck-Instituts in Katlenburg-Lindau zeigt, daß die „Sonne seit über 8000 Jahren nicht mehr so aktiv war wie heute“.
Es ging hin und her, Klimatologen und Physiker stritten über Prozentzahlen, welcher Anteil wohl der Sonne am aktuellen Klimawandel zuzuordnen sei: zwanzig, dreißig oder sechzig Prozent. Kürzlich dann kam ein Wissenschaftlerquintett aus Amerika zu dem Schluß: Die extreme Beschleunigung der Erderwärmung seit den siebziger Jahren gehe mitnichten auf das Konto der Sonne. Die Änderungen der solaren Helligkeit sei viel zu schwach, um den Klimawandel zu erklären.
Also doch die Treibhausgase aus Kraftwerken und Fahrzeugen? Genaueres wird man wohl erst im Jahr 2106 wissen. Erst nach uns die Sintflut!

zurück