• Kontakt
    Fon 0 37360 63 44
    Fax 0 37360 63 66
  • Anschrift:
    Bundesverband
    Deutscher Landwirte e.V.
    Dresdner Straße 46
    09526 Dittmansdorf
zurück

Britische Landwirte fürchten späte Prämienauszahlung
Pressemitteilung vom 26.10.2006


Britische Landwirte fürchten, dass das britische Landwirtschaftsministerium nicht wie zugesagt Teile der entkoppelten EU-Betriebsprämie frühzeitig auszahlen wird. Nachdem zunächst eine Auszahlung für Oktober angekündigt worden war, sei diese auf November verschoben worden. Mittlerweile bestätige das Ministerium weder ein Datum für eine Vorauszahlung, noch ob es überhaupt eine frühzeitige Teilauszahlung gäbe, monieren Vertreter der britischen Bauernverbände laut Agra Europe London. Die einzige Zusage, die das Ministerium derzeit gäbe sei, dass die Prämien vor Juni 2007 ausgezahlt würden. Die Bauernverbände warnen daher, dass eine späte Auszahlung die Landwirte hart treffen würde, da sie noch immer unter den finanziellen Konsequenzen der späten Prämienzahlung im vergangenen Jahr litten. (ED)

Quelle: www.ernaehrungsdienst.de


EU rügt Betrug bei Agrar-Beihilfen
Der EU-Rechnungshof hat den Ländern bei der Auszahlung von EU-Geldern Schlamperei vorgeworfen. Besonders schlimm sei es bei Mitteln für die Landwirtschaft und Strukturpolitik. Der Rechnungshof der Europäischen Union hat die Vergabe von EU-Haushaltsmitteln in den Mitgliedsstaaten scharf kritisiert. In dem vorige Woche in Straßburg vorgestellten Jahresbericht über den Etat 2005 wirft Rechnungshofpräsident Hubert Werber den Ländern Schlamperei und Betrug vor. Auch die Kontrollen der Zahlungen seien häufig unzureichend, bemängelte Weber. Die größten Missstände bei der Vergabe von Haushaltsmitteln stellten die Rechnungsprüfer in den Bereichen Agrar- und Strukturpolitik fest - diese verschlingen zugleich die meisten EU-Gelder. Dort habe sich die Lage «im Vergleich zum Vorjahr kaum verbessert», klagte Weber. Es sei schwierig konkrete Zahlen zu präsentieren, da ein Großteil der Fehler und Ungeregelmäßigkeiten bei den Auszahlungen durch die Mitgliedsländer vorkomme.

Komplizierte Regeln laden zum Betrug ein
Kritik übte der Rechnungshof-Präsident auch an den komplizierten Vorschriften. Diese lüden geradezu zum Betrug ein. EU-Kommissar Sim Kallas hob hervor, dass im vergangenen Jahr etwa zwei Milliarden Euro fehlerhafter Zahlungen wieder eingetrieben worden seien. Eine «große Herausforderung» ist nach Ansicht von Weber die Haushaltskontrolle in den zehn neuen Mitgliedsstaaten. Allerdings sei es ein «gutes Zeichen», dass in der erweiterten EU die Unregelmäßigkeiten nicht zugenommen hätten. 2005 war das erste komplette Haushaltsjahr der erweiterten EU. Der christdemokratische Abgeordnete Daniel Caspary vom Haushaltskontrollausschuss forderte eine «härteres Auftreten» gegenüber den Ländern, damit diese «sehr viel stärker als bisher» ungerechtfertigt ausgezahlte Gelder auch wieder eintreiben.

Quelle: EU-Rechnungshof

zurück