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Das war unser Elternhaus
Udo Madaus - Nachfahre der Gründer der Dresdner Arzneimittelwerke - erinnert Putin heute an den Besitz der Familie.
Von Peter Redlich
Pressemitteilung vom 20.10.2006


Es geht um die Villa Bautzner Straße 144 in Dresden. „Dieses Haus oberhalb der Elbe (KGB-Villa) ist unser Elternhaus und wurde von den deutschen Kommunisten konfisziert und enteignet. Nach der Wiedervereinigung bekamen wir unser Eigentum nicht zurück".

Der Mann, der diese Zeilen an die Sächsische Zeitung (SZ) sandte, heißt Udo Madaus. Der 81jährige ist Nachfolger der Gebrüder Madaus, die in Dresden und Radebeul die Madaus-Arzneimittelwerke gründeten, später bekannt geworden als Arzneimittelwerk Dresden. Seit Jahren schon kämpft die Familie Madaus um ihr ehemaliges Eigentum. Sie haben dafür sogar Aussagen von den Ex-Staatsmännern Gorbatschow, Schewardnadse und Genscher zusammengetragen. Die Madaus-Erben wollen belegen, daß die Sowjetunion ihre Zustimmung zum Einigungsvertrag keinesfalls davon abhängig gemacht habe, daß die Enteignung der Immobilien zwischen 1945 und 1949 nach 1990 unangetastet bleibt. Enteignet wurde auch die Bautzner Straße 114. Die Villa nutzten nach 1945 der Sowjet-Geheimdienst und danach die Stasi der DDR. Zu Putins KGB-Zeiten in Dresden soll das Haus beiden Geheimdiensten als Treff gedient haben. Wladimir Putins ehemalige Dienststelle, die Angelikastraße 4, lag gleich um die Ecke.

Daß die Madaus-Familie hier einst zu Hause war, belegt das Dresdner Stadtarchiv: Laut dem Dresdner Adreßbuch von 1943 gehörte die Bautzner Straße 114 den Madaus-Erben. „In der Villa wohnte die Fabrikantenwitwe Johanna Friederike Ella Madaus. Über die Nutzung der Angelikastraße 4 und der Bautzner Straße 114 nach 1945 haben wir allerdings keine Unterlagen", sagt Gisela Hoppe. Kein Wunder bei den Nutzern, die nach Madaus in den Villen saßen.

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