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Und wieder stirbt ein Stück ostdeutsche Heimat - BVdV aufgelöst Von Alois Bude
Pressemitteilung vom 20.10.2006


Am 13. Oktober 2006 hat sich der Bauernverband der Vertriebenen (BVdV), Landesverband Nordrhein Westfalen, mit Wirkung zum 31. Dezember 2006 aufgelöst. Zugleich wird auch die seit 51 Jahren herausgegebene Verbandszeitung "DAS VERTRIEBENE LANDVOLK", Lippstadt, ihr Erscheinen einstellen.

Damit stirbt ein weiteres Stück ostdeutscher Heimat als Spätfolge der Auswirkung des Völkermordes an den vertriebenen Ostdeutschen. Der angegebene Auflösungsgrund klingt wenig überzeugend, wenn gesagt wird, "der BVdV müsse der Tatsache Tribut zollen, dass er in den letzten Jahren sehr viele Mitglieder durch Tod oder Überalterung verloren habe."

Dies mag sicher richtig sein. Aber einen Verband, welcher z.Zt. noch immer ca. 2.500 Mitglieder hat aus "finanziellen Gründen" auflösen zu müssen, überzeugt nicht, wenn man liest, dass der "Bund der Vertriebenen (BdV)" dabei ist, in Berlin ein sog. "Zentrum gegen Vertreibungen" zu errichten welches mehr als eine Million Euro kosten soll. Mit der Solidarität zwischen den Vertriebenenverbänden und ostdeutschen Landsmannschaften scheint da etwas nicht in Ordnung zu sein. Darum ist zu vermuten, dass da etwas anderes dahinter steckt.

Die seit 1975 amtierende nun ausscheidende Geschäftsführerin des BVdV Hanni Olschewski sagte der Lippstadter Tageszeitung vom 28.09.2006 u.a.: "Das ist die Biologische Lösung, auf die viele Politiker gesetzt haben.", womit sie den "Nagel wohl auf den Kopf" getroffen hat.

Mit ein wenig Stolz berichtet Hanni Olschewski, zurückblickend auf die Verbandarbeit der verflossenen Jahrzehnte des BVdV, dass es unter Mitwirkung des Verbandes gelang rund 55.000 heimatvertriebenen und geflüchteten Landwirten auf Nebenstellen allein in NRW anzusetzen, wovon allerdings nur etwa 5 Prozent wieder eine selbständige Tätigkeit in der Landwirtschaft fanden. Doch nicht gekrönt war der Kampf des BVdV um das Recht auf die Heimat und das Eigentum. "Die Bundesregierung hat sich schon unter Kanzler Schröder von unseren Forderungen distanziert und klar gesagt, dass sie entsprechende Klagen von vertriebenen Landwirten nicht unterstützen, ja verhindern will", sagte Frau Olschewski der Zeitung.

In der Tat teilte das Auswärtige Amt dem Verfasser noch unter dem 06. Oktober 2006 mit (Zitat): " Der damalige Bundeskanzler Schröder gab am 1. August 2004 folgende Erklärung ab: "Die mit dem Zweiten Weltkrieg zusammenhängenden Vermögensfragen sind für beide Regierungen kein Thema mehr in den deutsch-polnischen Beziehungen. Weder die Bundesregierung noch andere ernst zu nehmende Kräfte in Deutschland unterstützen individuelle Forderungen, soweit sie dennoch gemacht werden. Diese Position wird die Bundesregierung auch vor internationalen Gerichten vertreten." – (Gz.: 503-552 E 20538)

Alois B u d e

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