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Verband der Bisonzüchter gegründet
Züchter führen Musterprozeß gegen jährliches Bluten von Wildrindern / Bei diesen Tieren sei das sowohl tierschutz- als auch arbeitsschutzwidrig
Pressemitteilung vom 21.10.2004


Der Deutsche Bisonzuchtverband wurde vorige Woche in Oberlungwitz (Kreis Chemnitzer Land) gegründet. Die dortige Agrargenossenschaft hatte vor 3 Jahren mit 9 Bisons eine Zucht begonnen und verfügt jetzt über 23 Tiere. 3 Bisons wurden bisher geschlachtet, die Tiere werden ausschließlich über eine zum Landwirtschaftsbetrieb gehörende Gaststätte vermarktet.
In Deutschland sind 53 Züchter mit etwa 500 Tieren bekannt. Die „Dunkelziffer“ sei aber höher, sagte der erste gewählte Vereinsvorsitzende, Hans-Jürgen Schröder aus Osnabrück der Freien Presse. Um die Interessen der Züchter besser vertreten zu können, sei ein solcher Verband unbedingt notwendig. Deshalb hatte sich Schröder genauso wie der Vorstandsvorsitzende der Agrargenossenschaft Lungwitztal, Bernd Kühnert, für die Vereinsgründung gemacht.

Beispielsweise stehe in Sachsen ein Musterprozess bevor, bei dem sich zwei Züchter gegen die Forderung wehren, jährlich von Bisons Blutproben zu entnehmen. Bei diesen Tieren sei das sowohl tierschutz- als auch arbeitsschutzwidrig. Erforderlich sei das bei Wildtieren doch auch nicht, meint Tiermediziner Dietmar Sönitz aus Oschatz. Einheitliche Regelungen durchzusetzen, sei eine Aufgabe, der sich der Verein widmet. Speziell geht es um die Zucht amerikanischer Präriebisons. Die europäischen Wisente, die ebenfalls Bisons sind, seien wesentlich aggressiver.

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