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    Bundesverband
    Deutscher Landwirte e.V.
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VDL gratuliert SPD und Grünen zum Wahlsieg
Ostdeutsche Familienbetriebe haben hohe Erwartungen in die Neuorientierung der Agrarpolitik / Erneuerbare Energien und nachwachsende Rohstoffe werden das Rückgrat einer neuen industriellen Revolution sein
Pressemitteilung vom 17.10.2002


Dieter Tanneberger, Präsident des Verbandes Deutscher Landwirte und des VDL Sachsen hat SPD und Grünen zu ihrem Wahlsieg gratuliert und Bundeskanzler Gerhard Schröder und Verbraucherministerin Renate Künast aufgefordert, die Chance zu nutzen, um den begonnenen Weg der landwirtschaftlichen Neuorientierung konsequent weiter zu gehen. Der VDL sei bereit, seinen Teil dazu beizutragen. Die ostdeutschen Familienbetriebe hätten hohe Erwartungen an die Neuorientierung der rot-grünen Agrarpolitik. Sie erwarten ein klares Angebot der Politik, so Tanneberger.

Die Bundesregierung soll sich zu folgenden Forderungen des VDL bekennen:

· Zur Gleichstellung von DBV, AbL, DBB und VDL bei der Regierung.

· Zur Förderung der familienverfassten bäuerlichen Landwirtschaft.

· Zur strategischen Schwächung der agrarindustriellen Strukturen.

· Zur Entkoppelung der Agrarförderung von der Massenproduktion.

· Zur einzelbetrieblichen Förderobergrenze von 300.000 €.

· Zur Nichtentschuldung von 3 Milliarden Euro an LPG-Altschulden.

· Zur Einführung einer Grünlandprämie in Höhe der Getreideprämie.

· Zur 5. Novelle des Landwirtschaftsanpassungsgesetzes. Aus ordnungs- und rechtspolitischen Gründen ist zu verhindern , dass ein „Heilungsgesetz“ zur Legalisierung von fehlgeschlagenen LPG-Umwandlungen verabschiedet wird.

· Zur Einführung eines landwirtschaftlichen Sondererbrechts in den neuen Bundesländern nach dem Vorbild des nordwestdeutschen Höferechts, mit dem Ziel, die Zerschlagung bäuerlicher Familienbetriebe im Erbgang zu verhindern.


Die erneuerbaren Energien und die nachwachsende Rohstoffe werden das Rückgrat einer neuen industriellen Revolution sein, so Tanneberger. Das Baugesetzbuch sei zu ändern, um das privilegierte Bauen im Außenbereich auch auf landwirtschaftliche Bereiche wie Direktvermarktung und Anlagen zur Energiegewinnung (z.B. Biogasanlagen) auszudehnen.

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