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„Mein Gut, mein Land in Gottes Hand“
Nachruf zum Tod von VDL-Vizepräsident Wolfgang Reichel
Pressemitteilung vom 13.10.2005


Vorstand und Landespräsidium des Verbandes der privaten Landwirte und Grundeigentümer Sachsen (VDL) und der Vorstand des Bundesverbandes Deutscher Landwirte e.V. (VDL) teilen in tiefer Trauer mit, daß Wolfgang Reichel, II. Vizepräsident des VDL Sachsen, am 10. Oktober 2005 im Alter von 66 Jahren in Ausübung seines Berufes tragisch verunglückt ist. Ein Zuchtbulle verletzte ihn auf der Weide tödlich.


VDL-Vizepräsident Wolfgang Reichel

VDL-Präsident Dieter Tanneberger würdigte in einem Kondolenzschreiben an die Witwe die großen Verdienste des Altbauern für den bäuerlichen Berufsstand. Wolfgang Reichel wurde 1990 Mitglied des ersten freigewählten Kreistages Zschopau, war Regionalvorsitzender des VDL Westerzgebirge und 10 Jahre lang Vizepräsident des Landesverbandes.

„Mein Gut, mein Land in Gottes Hand“ steht als Leitspruch über der Familienchronik des Schaarschmidt-Gutes. Anno 1751 erwarb der Urahn Johann Christian Schaarschmidt das 23 Hektar-Gut von der Pfarrerswitwe Caspari. Seit dem steht es in Familienbesitz in der 9. Generation. 1962 übernahm der Verstorbene vom Großvater den Hof als Bewirtschafter und 1969 als Eigentümer.

Nach der Lehrzeit auf dem großelterlichen Hof folgte von 1963 bis 1965 die Meisterausbildung in Freiberg und von 1977 bis 1979 die Ingenieurausbildung in Dahlen. Von 1975 bis 1991 war Wolfgang Reichel Leiter der Futterproduktion in der LPG Pflanzenproduktion und wurde im April 1991 Wiedereinrichter seines Familienbetriebes. Er errichtete einen modernen Boxenlaufstall für 100 Milchkühe und bewirtschaftete zuletzt 173 Hektar, davon 88 Hektar als Eigentumsflächen.

Der VDL verneigt sich vor der Witwe und der Familie. Die privaten Landwirte in Sachsen und im gesamten bäuerlichen Berufsstand werden dem Verstorbenen bleibend gedenken.

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