• Anschrift:
    Bundesverband
    Deutscher Landwirte e.V.
    Dresdner Straße 46
    09526 Dittmansdorf
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Finden ostdeutsche Privatbauernverbände zueinander?
Tanneberger schlägt Klamroth Vorstandsgespräche von VDL und DBB vor
Pressemitteilung vom 10.10.2002


Dieter Tanneberger, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Landwirte (VDL) und des Verbandes der privaten Landwirte und Grundeigentümer Sachsen hat Kurt Henning Klamroth, Präsident des Deutschen Bauernbundes (DBB) und des Landvolkverbandes Sachsen-Anhalt Gespräche der Vorstände und Präsidien beider Verbände vorgeschlagen.

Ziel sei das gemeinsame Auftreten beider Privatbauernverbände gegenüber der neuen Bundesregierung, dem Deutschen Bundestag, den Landesregierungen und Landesparlamenten zur besseren Interessenvertretung des bäuerlichen Berufsstandes in Politik und Gesellschaft und gegen den Alleinvertretungsanspruch des Deutschen Bauernverbandes (DBV).

Vorgänger beider Bundesverbände war der 1991 in Leipzig gegründete Deutsche Landbund, dessen Gründungspräsident und Hauptgeschäftsführer Tanneberger bis 1998 war. 1995 kam es im Zuge der Neuwahlen des Landbund-Vorstandes zu einer Abspaltung des Landvolkverbandes unter Klamroth und Klaus Gille, dem früheren Agrarstaatssekretär von Sachsen-Anhalt. Der Landbund zerfiel dann 1999 durch verbandsinterne Querelen und es gründeten sich mit dem Deutschen Bauernbund und den Deutschen Landwirten zwei neue Dachverbände.

Tanneberger begründete seinen Vorstoß mit der Fortentwicklung der Zeit und den sich ändernden gesellschaftlichen Bedingungen. Nach dem rot-grünen Sieg bei der Bundestagswahl sei die Agrarwende nach 8 Jahren Regierungszeit bei den nächsten Bundestagswahlen 2006 wohl unumkehrbar geworden. Die Union sei auf "bestem Weg" die Bauern als bisher sichere Klientel zu verlieren, insbesondere im Osten, wo sie auf die Raffkes unter den Roten Baronen und die agrarindustrielle LPG-Landwirtschaft gesetzt habe. Daraus gelte es für die ostdeutschen Privatbauern berufsständische Konsequenzen zu ziehen. Die Zeit der Vorherrschaft des Deutschen Bauernverbandes sei vorbei. Unter rot-grün bekämen Verbände wie die Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft (AbL) und im Osten eben die VDL- und Bauernbund-Verbände eine neue Gewichtung.

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