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    Bundesverband
    Deutscher Landwirte e.V.
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Thalheim mit undifferenzierten Lobgesängen auf Oststrukturen
Pressemitteilung vom 11.10.2001


„Landwirtschaftliche Betriebe in den neuen Bundesländern haben auch in verändertem gesellschaftlichen Umfeld gute Chancen im Wettbewerb.“ Diese Einschätzung traf der Par-lamentarische Staatssekretär im Bundesverbraucherministerium, Dr. Gerald Thalheim, an-lässlich der Mitgliederversammlung des Thüringer Prüfverbandes der Agrar- und Erzeuger-genossenschaften in Pfiffelbach. Vermarktungs- und Kostenvorteile durch günstige Struktu-ren, optimierte Produktionstechnik, hohe Leistungen und Erträge sowie moderne Schlacht- und Verarbeitungsbetriebe seien gute Voraussetzungen, um im Wettbewerb zu bestehen. „Es kommt darauf an, vorhandene Marktchancen und Vorteile auszuloten und konsequent zu nutzen“, so Thalheim. Dies gelte nicht nur für den nationalen Markt. Gerade große Be-triebe in den neuen Ländern könnten im internationalen Wettbewerb um Kostenführerschaft mithalten.

VDL-Präsident Dieter Tanneberger kritisierte an Thalheim dessen wiederholte „undif-ferenzierte Lobpreisung der ostdeutschen Agrarstrukturen“. Es dürfe bei allen Vor-teilen der grenzstein- und wegefreien Flächen nicht vergessen werden, dass es in Ostdeutschland mehr ausgeräumte Landschaften und eine größere Verarmung an Fauna und Flora gebe als anderswo in Europa. Thalheims gerühmte Vorzüge seien erst durch die kommunistische Zwangskollektivierung und Enteignung entstanden und bedürften keiner Lobgesänge, so Tanneberger.

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