• Anschrift:
    Bundesverband
    Deutscher Landwirte e.V.
    Dresdner Straße 46
    09526 Dittmansdorf
zurück

VDL beginnt mit Herbst-/Winterversammlungen
VDL Mittelsachsen wählt in Krögis neuen Vorstand
Referatsleiter Eichkorn referiert zu Fragen der EU-Agrarreform
Pressemitteilung vom 09.10.2003


Der VDL Mittelsachsen wird am Dienstag, den 28.10.2003 in der Zeit von 13.30 Uhr bis 17.30 Uhr mit der Serie der Herbst-/Winterversammlungen des VDL Sachsen im Landgasthof Krögis, Am Park 8, 01665 Krögis beginnen.

Höhepunkt wird neben der Vorstandsneuwahl im flächengrößten VDL-Regionalverband das Referat des Leiters Betriebswirtschaft, Recht und Grundsatzfragen im Sächsischen Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL), Ministerialrat Norbert Eichkorn, zu Fragen der EU-Agrarreform sein.
Mit dem aktuellen Thema (siehe Beitrag in dieser LANPOST), bei dem es um die zukünftige Entkoppelung der Agrarförderung von der Produktion geht und dessen Ausgestaltung je nach „Betriebsprämie“ oder „Flächenprämie“ heftig umstritten ist, „werden Pacht- und Bodenpreise und die ganze soziale Symmetrie auf dem Lande tangiert“, so VDL-Präsident Dieter Tanneberger.

Zur Neuwahl des Regionalvorstandes kandidiert Landwirt Dr. Manfred Probst, als bisheriger Regionalvorsitzender und VDL-Vizepräsident aus Podemus; Landwirt Dr. Heinz Schönleber, Vizepräsident des VDL-Bundesverbandes Deutscher Landwirte aus Littdorf und Peter Blum, Landwirt in Nauleis.

Für Mitglieder ist der Eintritt frei. Gäste zahlen 5 € Eintritt.

Der Koordinator der Umweltallianz in Sachsen, Diplomlandwirt Axel Heinze wird den VDL- Mitgliedern zur Versammlung konkrete Umweltprojekte in der Lommatzscher Pflege vorstellen.

Vorab überlies Herr Heinze dem VDL schon eine interessante Einführung
Als zur letzten Eiszeit, der so genannten Elster-Saale-Weichsel-Kaltzeit, die „Lommatzscher Pflege“ im wahrsten Sinne des Wortes einen Volltreffer abbekam, ahnte, sofern es in diesen Gefilden überhaupt schon Spuren von menschlichen Leben gab, kein Mensch, dass dieses Gebiet später eine naturräumlich und landwirtschaftlich so hohe Bedeutung erlangen würde.
Fallwinde der Eiszeit haben feinste Sedimente aus Verwitterungsgestein wie Puderzucker in einer Mächtigkeit von 10-20 Metern in die sächsische Region gebracht.
Später gaben die Menschen dem fetten Boden den Namen Löß, dessen Fruchtbarkeit bis heute die Lommatzscher Pflege zu einer der ertragreichsten Kornkammern Deutschlands gemacht hat.
Doch wo immer, wie das alte Sprichwort sagt, gehobelt wird und Späne fallen, haben auch menschliche Eingriffe charakteristische Merkmale hinterlassen. Die Lommatzscher Pflege wurde in Hunderten von Jahren durch Menschenhand verändert, geformt und gestaltet.
Nicht immer konnte der Mensch sich bei diesen Eingriffen mit Ruhm schmücken. Die Spielregeln von Mutter Natur lassen uns immer wieder daran erinnern.
Vor reichlichen anderthalb Jahren haben sich Landwirte, Grundeigentümer, Verbände und Interessenvertreter zusammengefunden, um auf einer freiwilligen partnerschaftlichen Ebene die Zusammenarbeit unter dem Namen „Landwirtschaft und Ökologie in der Lommatzscher Pflege“ zu aktivieren. Ziel dieser Projekte sind Maßnahmen, die im Sinne der Aufwertung des Agrarökosystems über das bisherige Maß hinausgehen. Dabei steht der Erhalt der kulturlandschaftlich gewachsenen Einheit, die Schönheit und Funktionalität der Fließgewässer und Flussstäler sowie der Schutz des fruchtbaren Lößbodens im Mittelpunkt dieser Arbeit.

zurück