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    Bundesverband
    Deutscher Landwirte e.V.
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Zur gesellschaftlichen Verantwortung der Tierärzte
Veterinäre sind durch frühzeitige Ausschaltung von Krankheitserregern maßgeblich an der Risikovorbeugung beteiligt
Pressemitteilung vom 27.09.2001


„Tierärzte tragen Verantwortung für die Tiergesundheit und den Tierschutz und damit auch für Lebensmittelsicherheit und Gesundheit der Verbraucher“, erklärt der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverbraucherministerium Matthias Berninger auf dem Bundeskongress der praktischen Tierärzte in Hannover. Ihre Aufgabe habe sich in den vergangenen Jahren von der reinen Behandlung von erkrankten Tieren gewandelt zu einer umsichtigen Bestandsbetreuung, die auf dem Grundsatz „lieber vorbeugen als behandeln“ aufbaue. Der Einsatz von Tierarzneimitteln müsse auf das unerlässliche Mindestmaß zurückgeschraubt werden, ohne die medizinisch notwendige Versorgung der Tiere zu gefährden. Berninger wies auf die Bestandsbuch-Verordnung hin, die am 24. September in Kraft getreten ist und Landwirte und Tierärzte dazu verpflichtet, jede Anwendung von Tierarzneimitteln in einem Bestandsbuch aufzuzeichnen.

Zur Risikovorbeugung müssten in der Landwirtschaft mögliche Schwachstellen in der Tierproduktion vorausschauend erkannt und ausgeschaltet werden. Tierärzte seien durch frühzeitige Ausschaltung von Krankheitserregern und der Erhöhung des Wohlbefindens der Tiere maßgeblich an der Risikovorbeugung beteiligt. Um diese Aufgaben zu erfüllen, sei eine kontinuierliche Fortbildung erforderlich.

Artgerechte Haltung von Nutztieren und eine Verbesserung des Schutzes aller Tiere seien wesentliche Elemente der Agrarwende. Die Mitwirkung der Tierärzte, die sich mit Missständen oft in einem frühen Stadium auseinandersetzen müssten, sei besonders wichtig. Die große Mehrheit der Tierärzte nehme diese Verantwortung sehr ernst. Ihr Engagement für diese gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei vorbildlich.

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