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Diese Politiker wollten keine Wiedervereinigung!
16 Millionen Deutsche sollten weiter unter kommunistischer Diktatur leben
Pressemitteilung vom 26.09.2002


Was heute „Chefsache“ vom Kanzler Schröder ist, war vor der Wende „Anerkennung von Realitäten“. Gerhard Schröder und Oskar Lafontaine waren vor 1989 gern gesehene Gäste bei Erich Honecker. Diese beiden Politiker brachten auch prompt einen Forderungskatalog im Sinne Honeckers aus der damaligen DDR mit. Von der CDU – Regierung forderten sie die „Anerkennung dieser Realitäten“: Anerkennung der DDR-Staatsbürgerschaft; Verlegung der Landesgrenzen beider Staaten in die Flussmitte der Elbe und die Schließung der Registrierstelle von DDR – Unrecht in Salzgitter. Die von der SPD geführten Bundesländer stellten daraufhin sofort alle Zahlungen an Salzgitter ein.
Der damalige Oppositionsführer der SPD von Niedersachsen Gerhard Schröder sagte am 11. Mai 1989 im Landtag von Hannover: „Meine Position ist die, dass ich nicht glaube, dass das Beschwören einer Wiedervereinigung eine historische Chance für uns ist. Wir haben für solche Form der Wiedervereinigung keine Partner. Im Osten nicht, im Westen nicht, vor allen Dingen im Westen nicht.“ Am 27.9.1989 sagte er zu „Bild“: „Nach 40 Jahren Bundesrepublik sollte man eine neue Generation in Deutschland nicht über die Chancen einer Wiedervereinigung belügen. Es gibt sie nicht!“
Am gleichen Tage sagte der gleiche Schröder der „Hannoverschen Zeitung“: „Eine auf Wiedervereinigung gerichtete Politik ist reaktionär und hochgradig gefährlich.“
Oskar Lafontaine sagte als stellvertretender SPD-Vorsitzender am 18.12.1989 beim Parteitag in Berlin: „Wiedervereinigung? Welch historischer Schwachsinn!“
Der heutige Bundespräsident Johannes Rau forderte am 18.11.1989 als Ministerpräsident von Nordrhein/Westfalen in der „Süddeutschen Zeitung“: „Wiedervereinigung ist die Rückkehr zum Alten. Jetzt aber wird ein Zukunftsmodell gebraucht.“
Der hessische SPD-Chef und heutige Bundesfinanzminister Hans Eichel sagt im November 1989: „Zusätzlich unterminiert das Wiedervereinigungsgetöse alle Ansätze einer vernünftigen deutsch-deutschen Politik.“
Hans Jochen Vogel, als SPD-Fraktionschef im Bericht der Fraktion am 3.10.1989: „Die vor dem Parteivorstand und Bundesfraktion bekräftigte Position, nämlich Ablehnung des leichtfertigen und illusionären Wiedervereinigungsgeredes, finden auch außerhalb der SPD mehr und mehr Zustimmung.“ -2- -2- Schmidts ehemaliger SPD-Regierungssprecher Klaus Böllig meinte: „Bei einer Wiedervereinigung wären die Deutschen bald wieder zum Fürchten. Die DDR wird genauso lange existieren, wie die Bundesrepublik.“ Erhard Eppler von der SPD sagte im September 1989: „Wenn wir die deutsche Einheit fordern, machen wir alle Hunde scheu.“ Willy Brandt als SPD-Vorsitzender am 15.9.1989 in der „Frankfurter Rundschau“: „Die Hoffnung auf Wiedervereinigung wird gerade zur Lebenslüge der Zweiten Republik.“ Nur acht Tage vor dem Mauerfall setzte Egon Bahr nach: „Lasst uns um alles in der Welt aufhören, von der Einheit zu träumen oder zu schwätzen.“ Als Mitglied des SPD–Präsidiums sagte Egon Bahr am 13.12.1989 weiter: „Unerträglich wäre Sonntagsrederei, wonach die Wiedervereinigung vordringlichste Aufgabe bleibt. Das ist Lüge, Heuchelei, die vergiftet und politische Umweltverschmutzung.“ Für die Fernsehmoderaterin Lea Rosh waren Bahrs Worte klug: „Wiedervereinigung ist ein verantwortungsloser Quatsch.“ Selbst der damalige Bundespräsident Richard von Weizäcker, CDU, meinte noch 1989, es gelte den „einheitsfanatischen katholischen Bundeskanzler von der Einheitspolitik zurückzuhalten.“ Joschka Fischer sagte als grüner Fraktionschef in Hessen am 27.7.1989 in einem „Bunte“ Interview: „Ein wiedervereintes Deutschland wäre für unsere Nachbarn nicht akzeptabel. Das Wiedervereinigungsgebot im Grundgesetz wäre in seiner Konsequenz ein Unglück für das deutsche Volk. Ich kann mir nicht vorstellen, welchen Vorteil die Deutschen von einer Wiedervereinigung hätten!“ Noch drei Tage vor der Maueröffnung schmiedeten SED-Kader in Moskau Pläne, „um die ganze nationale Diskussion zugunsten der DDR umkippen zu können.“ Der DDR-Ministerpräsident Hans Modrow, SED, erklärte Anfang Dezember 1989 gegenüber Gorbatschow: „Allen Bestrebungen nach Wiedervereinigung muss entschlossen entgegengewirkt werden.“ Der ehemalige PDS – Vorsitzende Gregor Gysi wollte die Vereinigung Deutschlands mit allen Mitteln verhindern. Gysi trat erstmals am 10.12.1989 auf den Plan. Die Beseitigung der innerdeutschen Grenze sei „eine große Gefahr für die Stabilität auf dem europäischen Kontinent“, unkte Gysi vor dem Vize-ZK- Sekretär Raffael Fjordorow. Gysi malte ein Schreckgespenst eines Krieges an die Wand: „Man muss befürchten, dass das deutsche Monopolkapital nicht an der Oder/Neiße-Grenze halt machen wird.“ Am 21.12.1989 versuchte Gysi mit Horrorvisionen den französischen Präsidenten Mitterand zu schocken, von dem man wusste, dass er die innerpolitischen Ereignisse in Deutschland mit großen Misstrauen beobachtet. Gysi orakelte vor dem orthodoxen US-Rabbiner Zwi Weinmann am 21.2.1990: „Die Vereinigung der beiden deutschen Staaten ist schlecht für die Welt, besonders für die Juden.“ Nachdem die Volkskammerwahlen im März 1990 eindeutig den Willen der DDR-Bevölkerung nach der Wiedervereinigung demonstriert hatten, schwamm die PDS- Bundesgruppe weiter gegen den Strom. Den ZK-Sekretär Valentin Falin ermunterte Gysi am 18.3.1990 zu einem gewaltsamen Vorgehen: „Wenn die Sowjetunion in der DDR zu einer militärischen Lösung greife,“ so Gysi listig, „würden die USA und die anderen Westmächte nichts dagegen tun.“ -3- -3- Doch was zusammenbrach, war die Strategie der PDS. Zwar hatte am 20.3.1990 das ZK–Mitglied der UdSSR Koptelzew die PDS noch ermuntert „mit aller Kraft uns allen Mitteln gegen den Anschluss der DDR an die BRD zu kämpfen“, aber Gysi geriet zunehmend in die Defensive. Der Ehrenvorsitzende der PDS Hans Modrow erklärte Anfang 1991 gegenüber Falin: „DieSowjetunion hat die DDR verraten.“ F.J. Strauß sagte, nachzulesen in den Schalck-Akten: „Wir können uns eine pleitegegangene DDR nicht leisten,“ und er vermittelte einen Zweimilliarden-Kredit. Die DDR, die Theo Sommer von der „Zeit“ als „einzige Großbaustelle“ bezeichnet hatte, die für Günter Gaus, SPD, „solide bis ins Biedermännische hinein“ gewesen war, und deren „günstige Wirtschaftsdaten“ der „Spiegel“ gepriesen hatte, erwies sich als Schrott! Köstlich dieser entlarvende Zitatensatz unserer Linken. Als die Mauer fiel, spiegelten sich Ratlosigkeit bis Entsetzen in ihren Gesichtern und Kommentaren, von Freude keine Spur. Logisch, dass sie sich nicht gern daran erinnern lassen. Man hat schon fast vergessen, so geschickt haben sich Schröder und Co. mittlerweile gewendet. Was ist aus den Wiedervereinigungsgegnern geworden? Heute sind sie Bundespräsident, Bundeskanzler, Bundesminister und Pensionäre. Es lebt sich doch gut im wiedervereinigten Deutschland, aber besonders vom wiedervereinigten Deutschland! Zusammengestellt von Hasso Busch, Brietlingen

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