• Anschrift:
    Bundesverband
    Deutscher Landwirte e.V.
    Dresdner Straße 46
    09526 Dittmansdorf
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Unruhe in Bayern
Pressemitteilung vom 19.09.2002


Auf dem Bauerntag 2002 im Juli in Nürnberg ist es zu scharfen Auseinandersetzungen zwischen Kreisobmännern und den ostdeutschen LPG-Präsidenten gekommen. Nur mit Mühe konnte DBV-Generalsekretär Helmut Born die aufgebrachten Gemüter gegen den DBV-Präsidenten von Thüringen, Klaus Kliem, beruhigen. Es kursierte ein Papier mit der Fragestellung: “Warum treten wir nicht aus dem Bayerischen Bauernverband aus?“:

„Der bayerische Bauernverband hat sich in seiner Spitze als unfähig erwiesen, die Interessen des klein- und mittelbäuerlichen Berufsstandes in Bayern zu vertreten. Das Prinzip von DBV und BBV: WACHSEN oder WEICHEN ruiniert unsere Familienbetriebe, trägt Zank und Neid in die Dörfer, verschärft den Konkurrenzdruck zwischen Nachbarn um Grund und Boden, treibt die Pachtpreise in die Höhe und fördert die industriemäßig produzierende Landwirtschaft.

Die gerichtsnotorischen ostdeutschen DBV-Präsidenten und LPG-Chefs von Thüringen und Sachsen, Klaus Kliem und Frank Rentzsch, sind eine Schande für den ehrlichen Berufsstand. Sie stehen für den moralischen Bankrott des DBV. Durch die ostdeutschen „LPG-Barone“, mit ihren Tausende Hektar großen Kapitalgesellschaften, die von „unserem“ Präsidenten Gerd Sonnleitner gestützt werden, wird die bayerische Agrarstruktur und unsere Wettbewerbsfähigkeit in Zukunft zerstört werden. Wir wollen nicht in einem Verband sein mit Altkommunisten und Stasi-IM. Schon jetzt sind soziale und agrarkulturelle Verarmungen in den bayerischen Dörfern sichtbar, die nur durch eine Rückbesinnung auf unsere bäuerliche Kultur, Sitte und Lebensweise geheilt werden können.“


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