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BSE-Untersuchungen verendeter Tiere
Warnung des Lebensmittel- und Veterinäramtes Mittlerer Erzgebirgskreis
Pressemitteilung vom 13.09.2001


Marienberg. Der Amtstierarzt des Mittleren Erzgebirgskreises (MEK), Dr. Richter, hat „aus gegebenem Anlass“ in einem Schreiben an den VDL darüber informiert, „dass zunehmend autolytische, d.h. sich bereits in Zersetzung befindliche Tierkörper in die Tierkörperbeseitigungsanstalt Chemnitz gelangen.“ Auch sei bekannt geworden, dass Rinderhalter verendete Rinder bewusst verspätet zur Abholung durch die Tierkörperbeseitigungsanstalt anmeldeten, um damit die BSE-Untersuchungen zu erschweren und einem eventuell positiven BSE-Befund aus dem Weg zu gehen.

„Diese Verhaltensweise ist nicht nur falsch, sondern sogar gefährlich. Auch aus autolytischem Probenmaterial lassen sich positive Befunde ermitteln – im Gegenteil, ein fortgeschrittener Zersetzungsgrad der Probe kann zu einem falsch-positiven Ergebnis führen, dessen Abklärung einen erheblichen Untersuchungsaufwand erfordern würde und darüber hinaus das Ansehen des betroffenen Betriebes enorm schädigen könnte. Sollte sich bei einem falsch–positiven Befund herausstellen, dass das Tier nicht innerhalb von 24 Stunden bei der Tierkörperbeseitigungsanstalt angemeldet wurde, hat der Verursacher die zusätzlichen Kosten zu tragen.“

„Vom dargestellten Sachverhalt ausgehend ersucht Sie das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt des Landratsamtes Mittlerer Erzgebirgskreis, die von Ihnen betreuten oder zu Ihrer Organisation gehörenden Landwirte so zu beraten und zu beeinflussen, dass eine ordnungsgemäße, den gesetzlichen Bestimmungen entsprechende Tierkörperbeseitigung jederzeit gewährleistet ist“, so der Amtstierarzt an den VDL

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