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Ölbetrüger am Tank
Eichämter warnen vor manipulierten Lieferwagen
Pressemitteilung vom 11.09.2003


AFP. Der Winter ist nicht mehr weit: Für rund sechs Millionen deutsche Haushalte steht jetzt die große Heizölbestellung an. (Auch Bauern-Diesel wird jetzt bevorzugt bevorratet). Doch Vorsicht! Unter den Lieferanten gibt es schwarze Schafe, wie die Eichämter bei Kontrollen regelmäßig feststellen.
So sind Tankwagen mit manipulierten Messanlagen ausgerüstet. Manche Fahrer lassen die Messuhr an ihrem Gefährt mit Hilfe eines Magneten schneller laufen. Ergebnis: auf der Uhr und auf der Rechnung stehen einige hundert Liter mehr, als tatsächlich in den Tank des Kunden geflossen sind. Andere pumpen einen Teil der bereits gemessenen Ölmenge durch einen versteckten Schlauch in den Tankwagen zurück. Beliebt sind auch illegale Spezialschläuche, die beim Pumpvorgang mehr Luft als Brennstoff transportieren. Nach einer Schätzung der Eichbehörden kann ein Lieferant allein mit dieser Methode leicht 10 000 Euro pro Monat erschwindeln. Auch die Messgeräte selbst sind trotz regelmäßiger Routinekontrollen nicht vor Manipulationen gefreit.
Gegen Ölbetrüger gibt es einen wirksamen Schutz. Denn meistens arbeiten sie nicht mit High-Tech-Methoden, sondern mit simplen Tricks. Da wird ein Lappen lässig über die Messuhr geworfen, damit der Kunde sie nicht sehen kann. Die Uhr steht aber nicht auf Null, sondern zeigt schon vor dem Abpumpen einen Stand von 300 Litern an. Läuft der Zähler erst einmal an, ist es zu spät – und der Kunde bezahlt bei einem Preis von 36 Cent pro Liter rund 108 Euro zuviel, ohne den Betrug zu bemerken. Daher gilt: Immer neben dem Fahrer stehen und aufpassen.

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