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    Bundesverband
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Auch Bauernverband fordert plötzlich Nachbesserung
DBV-Reaktion auf Studie zu Rechtsverstößen bei LPG-Umwandlungen
Pressemitteilung vom 11.09.2003


Nach gravierenden Fehlern bei der Umwandlung ehemaliger Landwirtschaftlicher Produktionsgenossenschaften (LPG) hat der Deutsche Bauernverband betroffene Betriebe zur Nachbesserung von Verträgen aufgefordert. Es bestehe allerdings auch die Möglichkeit, dass ehemalige LPG-Mitglieder zu viel erhaltene Entschädigung zurückzahlen müssen, droht der Jurist des Bauernverbands, Wolfgang Krüger, in der Ostthüringer Zeitung (OTZ). Dass fast alle der 1719 LPG-Umwandlungen nach 1989 „mehr oder weniger fehlerhaft“ waren und dafür der DBV einen Großteil der Schuld trägt, verdrängt der als „LPG-Anwalt“ bekannte Krüger. Dass sich die LPG-Nachfolger, die größten Teils Mitglieder im DBV bei v. Heereman und Sonnleitner in den ostdeutschen LPG-DBV-Verbänden waren und sind und die vom DBV beraten und vertreten werden, sich nun wissenschaftlich belegt vorhalten lassen müssen, sie hätten sich „auf Kosten der ausscheidungswilligen Mitglieder bereichert“, macht den DBV nun offiziell zum Hehler der Altgenossen und Roten Barone. Erinnert sei an die juristischen und verbandspolitischen Hehlerdienste des DBV zugunsten der LPG-Nachfolger von Anfang an.

Stichworte:
· Gründung des roten LPG- „Bauernverbandes der DDR“ im März 1990 in Suhl aus der Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe (VdgB) unter persönlicher Assistenz derer v. Heereman, Schnieders und Born.

· Als dieser Cup durch Beschluss der Volkskammer scheiterte, die die VdgB als SED-Massenorganisation auflösen lies, fiel das 25 Millionen Barvermögen der VdgB dennoch über den „Hilfsfonds Ost“ dem DBV zu, zuzüglich eines fasst dreistelligen Millionenwertes an Grundstücken, Ferienhäusern in Thüringen, Berlin etc.

· 1991: Aufnahme der Roten LPG-Barone in den DBV und Bekämpfung des ostdeutschen Privatbauernverbandes Deutscher Landbund – VDL unter Gründungspräsidenten Dieter Tanneberger.

· Rigorose Interessenvertretung des DBV im Bundestag und bei der CDU-geführten Bundesregierung zugunsten der LPG-Nachfolger: Persilscheine trotz fehlerhafter LPG-Umwandlung, Anleitung zur Fälschung der LPG-Bilanzen: Buchwert- statt Verkehrswertermittlung, Anleitung zur Umgehung der Altschuldenrückzahlung mit Rangrücktritt, bilanzieller Entlastung und Besserungsscheinen - mit Folgen bis heute.

· Verhinderungspolitik des DBV bei den vielfachen Novellierungen des Landwirtschaftsanpassungsgesetzes (LwAnpG) mit der Folge fortbestehender Vermögensverschiebung und Verjährung zugunsten der Altgenossen.

· Hauptverantwortung des DBV bei der Monopolisierung des Pacht- und Bodenmarktes in Ostdeutschland mit der Folge der Flächenverschiebung der staatlich gewordenen Bodenreformländereien zugunsten der Roten Barone.

· Erfolgreicher Widerstand des DBV gegen Flächendegression und Obergrenzen bei der Agrarförderung, den Bullenprämien und für die industrielle LPG-Massentierhaltung.

· Aktueller Widerstand des DBV gegen das beabsichtigte LPG-Altschuldengesetz der Bundesregierung, das ihm trotz Milliarden-EURO-Geschenken an die Roten Barone noch nicht ausreicht.


Der DBV stehe den Betroffenen nach Angaben von Krüger zur Rechtsberatung zur Verfügung. Etwa auch den betrogenen LPG-Bauern? Soll das heißen, der DBV und seine LPG-Vasallen wollen die 3 Millionen EURO, die sie sich rechtswidrig aus dem Hilfsfonds Ost, unter Beihilfe von Klamroth & Co. erschlichen haben, wieder zurückzahlen?
Sicher sei, dass die Vermögensklärung nun schnell und rechtlich korrekt erfolgen müsse, tönt der DBV-Anwalt. Verträge zur Liquidation und zu Entschädigungsleistungen müssten überprüft werden. Die Registereinträge sollten, wenn sie tatsächlich rechtswidrig seien, gelöscht werden. Das könne jedoch nur nach eingehender juristischer Prüfung geschehen. Ach wie rechtsstaatlich so einer sein kann. Schnell noch die Kurve kriegen, damit in den Archiven sich später ein Alibi findet!

Der DBV hat mit diesen Eingeständnissen moralisch kapituliert. Die Betroffenen Bauern, Medien und klardenkende Politiker werden die unglaubliche Heuchelei erkennen die in Krügers Canossa liegt. Jetzt, wo alle Welt weis, welche negative Rolle der Deutsche Bauernverband bei der Überwindung der kommunistischen Zwangskollektivierung und Enteignung gespielt hat, ist es Zeit für Präsident Sonnleitner, sich der dubiosen Verbandschefs aus Thüringen und Sachsen zu entledigen.

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