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Unfälle und Berufskrankheiten in Sachsen
Pressemitteilung vom 01.09.2005


Wie der Unfallverhütungsausschuß der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft LBG Mittel- und Ostdeutschland mitteilt, haben sich bis Ende August 2005 im Freistaat Sachsen folgende bemerkenswerte schwere Arbeitsunfälle ereignet:

- Um einen überhängenden Ast zu beseitigen, stieg ein Arbeitnehmer in die Schaufel eines Laders und ließ sich hochfahren. Die Schaufel kippte und der Versicherte stürzte ab.
- Ursache:nicht bestimmungsgemäße Anwendung
- Folgen: Rippenfrakturen

- Ein Versicherter stieg zu Reinigungszwecken auf einen Düngerstreuer. Als er das Schutzgitter hochklappte, rutschte er ab und geriet mit dem Fuß in die laufende Welle.
- Ursache: Reinigungsarbeiten bei laufendem Antrieb, Abbau Schutzeinrichtung
- Folgen: Fraktur Mittelfuß

- Beim Schneiden von Brennholz mit einer Wippenkreissäge wurde das Holzstück herausgeschleudert und traf den versicherten im Gesicht.
- Ursache: technischer Mangel an Haltevorrichtung
- Folgen: schwere Gesichts- und Kieferverletzungen

- Ein Landwirt wollte Strohballen auf dem Hänger teilen. Beim Öffnen der Bindung stürzte er vom Hänger und schlug mit dem Kopf auf die Zuggabel.
- Ursache: falsche Arbeitsorganisation
- Folgen: Schädelfraktur mit Knochensplittereinsprengung

- Beim Aussieben von Steinen auf dem Feld bemerkte ein Arbeitnehmer eine Störung am Dammsiebgerät. Er stieg aus und kletterte, bei eingeschaltetem Antrieb, auf die Maschine. Dabei rutschte er ab und stürzte in den Bunker.
- Ursache: Störungssuche bei laufendem Antrieb
- Folgen: schwere Verletzungen Unterschenkel, Kopf, Rücken

- Ein Betriebshandwerker wollte die Ursache einer Störung am Futterband feststellen. Dazu verließ er das Bedienpodest und klettert auf das Futterband. Dabei wurde er vom Antrieb der Abstreiferweiche erfasst.
- Ursache: Anlage wurde nicht abgestellt, kein sicherer Arbeitsplatz
- Folgen: Risswunden und Quetschungen rechte Körperseite

- Zum Beseitigen eines Folienrestes stieg ein Versicherter in einen Futtermischwagen, ohne den Antrieb abzustellen. Er wurde zwischen Mischpaddel und Außenwand eingequetscht.
- Ursache: Störungsbeseitigung bei laufender Maschine
- Folgen: Quetschungen und Prellungen an den Beinen

- Ein Versicherter hatte an einem Traktor ZT 300 Öl aufgefüllt. Als er übergelaufenes Öl an der Rahmenunterseite abwischen wollte, wurde seine Hand von der freiliegenden Kupplung erfasst.
- Ursache: Wartung bei laufendem Motor, fehlende Abdeckung
- Folgen: Abtrennung Finger

- Zum Reinigen eines Futterladewagens stieg ein Auszubildender bei laufenden Walzen auf die Ladefläche und wurde eingezogen.
- Ursache: Reinigungsarbeiten bei laufenden Walzen
- Folgen: schwere Schnittverletzungen auf der gesamten linken Körperseite

- Ein Arbeitnehmer hatte die Aufgabe, im Bergeraum liegendes Stroh mit einem Hoftraktor ohne Schutz gegen herabfallende Gegenstände zu beräumen. Dabei wurde er von einem Großballen getroffen.
- Ursache: Hoftraktor ohne Schutzeinrichtung gegen herabfallende Ballen
- Folgen: schwere Wirbelsäulenverletzung, Kopfplatzwunden

- Ein Versicherter betrat allein die Laufbox, um eine Jungkuh zum Melkstand zu treiben. Dabei wurde er vom freilaufenden Bullen angegriffen.
- Ursache: Betreten der Laufbox ohne Helfer, ohne Fluchtmöglichkeit und ohne Abwehrhilfe
- Folgen: Kopfverletzungen, schwere Prellungen

- Beim Zurückschlagen der Abdeckfolie auf dem Silostock stürzte ein Versicherter aus ca. 3,60 m ab.
- Ursache: Abstand zwischen Abdeckung und Entnahmekante betrug nur 0,6 m
- Folgen: Frakturen und Prellungen an Beinen, Kopf und Armen

- Ein Landwirt wollte an einer Pflanzenschutzspritze einen Defekt an der Elektrik beseitigen. Dabei wurde seine Hand vom Arretierungsstift der Gelenkwelle erfasst.
- Ursache: fehlender geräteseitiger Schutz, Reparatur bei laufender Maschine
- Folgen: schwere Handverletzungen

Quelle: LBG MOD

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