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EALG-Flächen werden teurer
Pressemitteilung vom 23.08.2007


Zum Kauf begünstigter Agrarflächen in den neuen Ländern müssen sich Berechtigte zumindest in einigen Regionen auf höhere Preise einstellen.

Die Bodenverwertungs- und -verwaltungsgesellschaft (BVVG) hat auf die steigenden Bodenpreise in Teilen Ostdeutschlands reagiert und modifiziert das Verfahren zur Kaufpreisermittlung bei Flächen nach dem Entschädigungs- und Ausgleichsleistungsgesetz (EALG). Damit trägt die BVVG der Tatsache Rechnung, dass zuletzt in einer Reihe von Regionen die Verkehrswerte bei Agrarflächen deutlich über den regionalen Wertansätzen lagen, die in der Regel die Grundlage für die begünstigten Kaufpreise bilden. Auf Weisung des Bundesfinanzministeriums berücksichtigt die bundeseigene Gesellschaft nunmehr bei der Ermittlung der EALG-Kaufpreise noch stärker die aktuelle Marktentwicklung in einer Region.

Bereits bisher wurden Gutachten eingeholt, wenn Anhaltspunkte dafür vorlagen, dass die regionalen Wertansätze für Ermittlung der aktuellen Verkehrswerte ungeeignet sind. Dieses Verfahren wird jetzt insofern erweitert, als sich die BVVG künftig in den Fällen nicht mehr auf Gutachten verlässt, in denen die Ausschreibungsergebnisse von vergleichbaren Flächen in einem Gebiet die regionalen Wertansätze um mehr als 20 Prozent übersteigen. Dann ermittelt die BVVG den tatsächlichen Marktwert als Grundlage für den begünstigten Verkaufspreis selbst. Gemäß der Neuregelung wird er vorzugsweise aus den Ergebnissen öffentlicher Ausschreibungen vergleichbarer landwirtschaftlicher Flächen in einem Umkreis von in der Regel 20 km hergeleitet.

Liegen solche Daten nicht vor, können ersatzweise auch Kaufpreise berücksichtigt werden, die bei Direktverkäufen an Pächter vereinbart worden sind oder im Rahmen von alternativen Ausschreibungen zur Pacht oder zum Kauf geboten wurden. Die BVVG geht derzeit davon aus, dass mindestens bei 20 Prozent ihrer Flächen die regionalen Wertansätze nicht mehr annähernd die aktuelle Marktlage widerspiegeln.

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