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VDL verlangt Auszahlung der Betriebsprämien noch 2005
Pressemitteilung vom 25.08.2005


Sehr geehrte Frau Bundesministerin Künast,

die Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union ist seit dem 01.01.2005 in ihrer neuen Form eingeführt. Deutschland hat sich im Rahmen der seitens der EU vorgegebenen Spielräume für ein recht kompliziertes Umsetzungsmodell entschieden. Trotz der Widrigkeiten haben bis zum 17.Mai 2005 alle landwirtschaftlichen Unternehmen fristgerecht ihre Anträge auf Betriebsprämien gestellt.

Aktuell läuft die verwaltungstechnische Bearbeitung der Anträge. Der ursprünglichen Planung folgend sollten die verwaltungsinternen Arbeiten und die Kontrollen bis zum Jahresende abgeschlossen sowie die Gelder ausgezahlt werden.

Diese Umsetzung des Kombimodells hat sich allerdings als deutlich komplizierter und auch zeitaufwendiger erwiesen als ursprünglich angenommen.

Inzwischen wird von 6 – 8 Wochen Zeitverzug gesprochen. Eine planmäßige Auszahlung in diesem Jahr ist demnach kaum mehr zu erwarten.

Für die landwirtschaftlichen Untenehmen aller Rechtsformen stellen die Betriebsprämien eine wesentliche Einnahmequelle dar. Die sich jetzt abzeichnende Verzögerung der Auszahlung der Flächen- und Betriebsprämien stellt die landwirtsichtlichen Unternehmen vor gewaltige Liquiditätsprobleme. Die Gelder werden dringend für die Ablösung von laufenden Verbindlichkeiten und zur Vorfinanzierung von Saatgut, Dünger usw. für die neue Ernte 2006 benötigt.

Sehr geehrte Frau Bundesministerin Künast,
wir fordern Sie hiermit auf, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, damit die verwaltungsinternen Arbeiten so schnell wie möglich abgeschlossen werden können. Falls die Arbeiten – und das ist sehr wahrscheinlich – nicht zum Jahresende abgeschlossen sein sollten, fordern wir die Auszahlung eines angemessenen Abschlages, der es den Landwirten ermöglicht, ihren finanziellen Verpflichtungen weitestgehend nachzukommen. Die Höhe sollte dabei nicht unter 75 % der beantragten Prämien liegen.

Die Verschiebung der Zahlungen hätte fatale Auswirkungen, nicht nur für die landwirtschaftlichen Unternehmen. Auch vor- und nachgelagerte Unternehmen (Lieferanten, Landhändler usw.) und Dienstleister (Banken) wären unmittelbar betroffen, da Zahlungsziele nicht eingehalten werden können.

Wir erlauben uns, eine Kopie dieses Schreibens an die Länderministerien in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu senden.

Mit freundlichen Grüßen
gez.
Dieter Tanneberger
VDL Präsident



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