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DDR-Gefangene fordern Entschädigung
Rechtsnachfolger der Volkseigenen Betriebe sollen sich an Stiftung beteiligen
Pressemitteilung vom 23.08.2001


Frühere politische Gefangene in DDR-Gefängnissen verlangen vom Bund eine Entschädigung für Zwangsarbeit in ehemaligen Volkseigenen Betrieben (VEB). Betroffenenverbände forderten vorige Woche dazu die Gründung einer Bundesstiftung nach dem Vorbild der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ zur Entschädigung von NS-Zwangsarbeitern. Dem Nachrichtenmagazin „Focus“ zufolge wandten sich 36 Verbände mit einem entsprechenden Appell an Bundespräsidenten und Bundestag. Dem ARD-Politmagazin „Fakt“ berichteten ehemalige politische Häftlinge in der DDR über katastrophale Arbeitsbedingungen und eine minimale Entlohnung. Hunger sei an der Tagesordnung gewesen. Der Vorsitzende des Opferverbandes Help, Peter Alexander Hussock, forderte daher, die Rechtsnachfolger der VEB, die von der Zwangsarbeit profitiert hätten, sollten sich an einer zu gründenden Entschädigungsstiftung beteiligen. Unions-Fraktionsvize Günter Nooke (CDU) unterstützte die Forderung nach Entschädigung für Zwangsarbeit von SED-Opfern. Nach Angaben Hussocks mussten 80 Prozent der 250.000 von 1949 bis 1989 aus politischen Gründen Inhaftierten Zwangsarbeit leisten. Thüringens Innenminister Christian Köckert (CDU) forderte die PDS auf, das übernommene SED-Vermögen für die Opfer-Entschädigung zur Verfügung zu stellen. Der CDU-Politiker sagte, dass trotz „inflationärer Entschuldungsrhetorik einzelner PDS-Funktionäre“ in Teilen der Partei „menschenverachtendes Denken“ noch verbreitet sei.

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