• Kontakt
    Fon 0 37360 63 44
    Fax 0 37360 63 66
  • Anschrift:
    Bundesverband
    Deutscher Landwirte e.V.
    Dresdner Straße 46
    09526 Dittmansdorf
zurück

Kaufwert von Agrarland im Bundesgebiet gestiegen
Pressemitteilung vom 16.08.2007


Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes waren 2005 relativ hohe Aufschläge sowohl in Ost- als auch in Westdeutschland zu verzeichnen. In den neuen Ländern wechselten erneut deutlich mehr Flächen den Besitzer. Am teuersten sind die Böden in Nordrhein-Westfalen und Bayern. Einen kräftigen Preisrückgang gab es in Schleswig-Holstein.

Die Bauern in Deutschland haben im vergangenen Kalenderjahr beim Kauf landwirtschaftlich genutzter Flächen mehr Geld anlegen müssen als 2005. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden lag der Preis für landwirtschaftliche Grundstücke im früheren Bundesgebiet im gewogenen Durchschnitt mit 15 941 Euro/ha um 116 Euro/ha oder 0,7 % über dem Niveau des vorangegangenen Jahres. In den neuen Ländern erhöhten sich die Kaufwerte um 76 Euro/ha beziehungsweise 1,9 % auf 4 040 Euro/ha. Für Deutschland insgesamt errechnet sich im gewogenen Durchschnitt ein kräftiges Plus von 2,5 % auf 8 909 Euro/ha, das aus der gegenläufigen Entwicklung des Umfangs der veräußerten Flächen in West und Ost resultiert: Während in Westdeutschland, wo die Kaufwerte deutlich höher sind, die veräußerte Gesamtfläche an landwirtschaftlichen Grundstücken im Jahresvergleich um 1 247 ha oder 3,2 % auf 39 769 ha zulegte, ging sie 2006 in den neuen Ländern nach dem starken Anstieg im Vorjahr um 678 ha beziehungsweise 1,2 % auf 57 479 ha zurück.

Bezogen auf die einzelnen Bundesländer lagen wiederum Nordrhein-Westfalen mit durchschnittlich 25 973 Euro/ha und Bayern mit 24 294 Euro/ha an der Spitze der Preisskala, gefolgt von Baden-Württemberg mit 19 169 Euro, Hessen mit 13 441 Euro und Niedersachsen mit 13 170 Euro je Hektar. Am preiswertesten konnte erneut Agrarland in Brandenburg erworben werden; die Kosten dafür beliefen sich dort nur auf 2 729 Euro/ha im Landesmittel. Auffallend war der kräftige Abschlag in Schleswig-Holstein, wo die Kaufwerte für landwirtschaftliche Grundstücke im Schnitt um 10,0 % auf 11 031 Euro/ha fielen; 2005 waren sie in dem nördlichen Bundesland um 9,6 % angezogen. (age)

zurück