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Pflicht zur Beimischung
Ab 2007 in Benzin zwei Prozent Ethanol und in Diesel 4,4 Prozent Biodiesel
Pressemitteilung vom 10.08.2006


Derzeit berät die Bundesregierung in Berlin über das sogenannte Biokraftstoffquotengesetz. In ihm wird geregelt, wie viel Biokraftstoffe die Mineralölunternehmen in Deutschland ihren mineralischen Kraftstoffen beimischen müssen. Vorgesehen ist, dass ab Jahresanfang 2007 in Benzin zwei Prozent Ethanol, in Diesel 4,4 Prozent Biodiesel beigemischt werden müssen. Diese Mengen sind anhand der Energieleistung definiert. Sie entsprechen beim Ethanol rund 3,3 Volumenprozent und beim Biodiesel rund fünf Volumenprozent. 2005 wurden in Deutschland rund 23,4 Mio. Tonne Benzin und 28,5 Mio. Tonnen Diesel abgesetzt. Daraus errechnet sich ein jährlicher Bedarf von 770 000 Tonnen Ethanol und 1 400 000 Tonnen Biodiesel.

Mehr Steuern
Seit 2004 waren Biokraftstoffe von der Mineralölsteuer befreit. Reiner Biodiesel wird nun jedoch seit 1. August mit neun Cent pro Liter besteuert. Diese Belastung steigt ab 2008 jährlich um sechs Cent. 2012 soll dann der volle Steuersatz von 45 Cent je Liter erhoben werden. Reines Pflanzenöl bleibt dagegen bis Ende 2007 steuerbefreit. Ab 2008 werden dann zehn Cent Steuern fällig, 2009 und 2010 kommen jeweils acht Cent hinzu, 2011 weitere sieben Cent und 2012 zwölf Cent.

Bioethanol dagegen ist nach wie vor von der Steuer befreit, und es gibt auch noch keine Pläne dies zu ändern. Das Gleiche gilt für die sogenannten Biokraftstoffe der zweiten Generation, die nicht nur aus Pflanzenfrüchten, sondern aus der ganzen Pflanze oder Stroh gewonnen werden. Für sämtliche Biokraftstoffe gilt jedoch, dass der volle Mineralölsteuersatz fällig wird, sobald sie mineralischen Kraftstoffen beigemischt werden.

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