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    Bundesverband
    Deutscher Landwirte e.V.
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Ab 2004 will Fischler Flächen und Tierprämien zusammenlegen
Die EU-Kommission zieht die Agrarreform vor
Pressemitteilung vom 08.08.2002


Die Halbzeitbewertung der Agenda 2000 birgt für ostdeutsche Privatbauern große Hoffnungen auf eine gerechtere Zukunft im Kampf gegen die industriemäßige Landwirtschaft und für das zurückgedrängte bäuerliche Leitbild einer familienverfassten Landwirtschaft. Die halbfeudalen Agrarstrukturen in England und Südeuropa, die Roten Barone der früheren DDR und ihre Ableger in Osteuropa, werden mit Fischlers neuer Reform wirtschaftliche und moralische Schläge erhalten, von denen sie sich nicht wieder erholen. Daran wird auch ein DBV-Lobbyist wie Unionskandidat Carstensen auf dem Ministersessel nach Frau Künast nichts ändern können. Der Wettbewerb von groß gegen klein könnte wiedereinmal den biblischen David als Sieger sehen, weil die europäische Gesellschaft Lebensqualität und Volksgesundheit nicht mafiösen Strukturen überlassen will. Nicht den deutschen Bauern drohen Milliardenverluste, wie das Tatarengeschrei der DBV-Wochenblätter und der Bauern-Prawda glaubhaft machen will, sondern der industriell betriebenen Landwirtschaft durch Kappung und Obergrenzen. Die Chefs der irreführend als „Mehrfamilienbetriebe“ bezeichnenden LPG-Nachfolger beuten Traktoristen und Viehpfleger (früher als Knechte und Mägde im Vokabular des Klassenkampfes bezeichnet) aus. Sie sind keine freien Bauern, sondern Lohnarbeiter ohne Kündigungsschutz, ohne Gewerkschaft und Betriebsrat. Milliardenverluste büßen zu Recht ein die Agrar-Kapitalgesellschaften, Elisabeth Königin von England und die Lahtifundiesten aus Spanien und Portugal.

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