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Sachsen hat fast alle Überschwemmungsgebiete bereits ausgewiesen
Pressemitteilung vom 29.07.2004


Fast zwei Jahre nach der Flut sind in Sachsen 358 Flächen mit einer Gesamtgröße von rund 51 000 Hektar als Überschwemmungsgebiete ausgewiesen worden. Das sind rund 2,8 Prozent der Landesfläche. „Für die Gewässer erster Ordnung ist die Ausweisung damit abgeschlossen“, sagte Umwelt- und Landwirtschaftsminister Steffen Flath. Für die Gewässer II. Ordnung sei das bereits größtenteils erfolgt. Vor der Augustflut 2002 gab es im Freistaat lediglich 23 Überschwemmungsgebiete. Bei dem Hochwasser waren insgesamt fast 40 000 Hektar Land überflutet worden.

Mit der Festsetzung der Gebiete allein ist es jedoch nicht getan. „Entscheidend ist nun, dass die Überschwemmungsgebiete von allen öffentlichen und privaten Planungsträgern ernst genommen werden. Fehler der Vergangenheit dürfen nicht noch einmal gemacht werden“, so Flath. In Überschwemmungsgebieten ist unter anderem die Ausweisung neuer Baugebiete grundsätzlich verboten. Nach der Hochwasserkatastrophe 2002 hatte der Landtag ein Gesetz verabschiedet, wonach Überschwemmungsgebiete ausgewiesen werden müssen und durch Verfahrensvereinfachung eine schnelle Festsetzung ermöglicht wird. Dabei soll mindestens ein Hochwasser, welches statistisch einmal in 100 Jahren auftritt, zu Grunde gelegt werden. Was in Sachsen bereits gesetzlich geregelt ist, will die Bundesregierung nun auch bundesweit durchsetzen.

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