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EU-Agrarreform
Frankreich macht es Deutschland nach
Keine Mindestpreisen mehr für Milch, Obst und andere Frischprodukte
Pressemitteilung vom 29.07.2004


Während in Deutschland die Ladenketten von ALDI, Lidl, Penny, Spar & Co. für Niedrigpreise sorgen und Bauern wie die Regierung die Preisabsprachen des Handels anprangern, ist es in Frankreich umgekehrt. In Frankreich versucht der Handel die Preise hochzuhalten, und die Regierung erzwingt Preissenkungen. So hat der starke Mann in der französischen Regierung, Wirtschaftsminister Sarkozy, der auch als Nachfolger-Anwärter für Präsident Chirac gilt, durchgesetzt, dass die großen Handelskonzerne ihre Preise für Markenartikel ab September um zwei Prozent senken müssen; ursprünglich forderte Sarkozy sogar acht Prozent.
Frankreich schützte bislang vor allem seine Konzerne und auch für die Bauern blieb mehr übrig, als z.B. in Deutschland, so etwa Mindestpreise für Obst und andere Frischprodukte. In Frankreich herrschte bisher auch ein staatliches Wohlwollen durch ein Orientierungspreissystem, das den Milchbauern höhere Preise als ihren deutschen Nachbarn gewährt. Nun aber folgt Paris der deutschen Verbraucherministerin Künast, die das „anonyme Wesen Verbraucher“ über alles stellt.

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