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Tillich: Blockheizkraftwerke haben Zukunft
Förderung von dezentralen Energieanlagen wird fortgesetzt
Pressemitteilung vom 26.07.2007


Umwelt- und Landwirtschaftsminister Stanislaw Tillich informierte in Dresden über die beabsichtigte Fortführung der Förderrichtlinie Immissions- und Klimaschutz. Vor allem Maßnahmen, die die Energieeffizienz steigern – dazu zählen auch dezentrale Anlagen auf Basis der Kraft-Wärme-Kopplung – werden weiterhin unterstützt. Die Richtlinie wird aus Strukturfondsmitteln der EU gespeist. Sobald aus Brüssel die Genehmigung für die Programme der neuen Förderperiode 2007 – 2013 vorliegt, werden neue Anträge von der Sächsischen Aufbaubank entgegengenommen. Der Minister rechnet mit einem möglichen Antragsbeginn nach der Sommerpause. „Damit ist die Kontinuität in der Förderung sichergestellt“, betonte Tillich. Die Förderrichtlinie heißt künftig Energieeffizienz und Klimaschutz und wird von der Sächsischen Aufbaubank bewirtschaftet werden. Wie Tillich betonte, lasse sich mehr Klimaschutz in Sachsen vor allem durch eine höhere Energieeffizienz erreichen. „Die Kraft-Wärme-Kopplung ist eine der umweltschonendsten und effizientesten Technologien zur Energieumwandlung“, so Tillich. Er räumte dezentralen Energieanlagen deshalb auch in Sachsen eine große Zukunft ein. Die Kraft-Wärme-Kopplung kann zur Energieerzeugung sowohl von privaten Hausbesitzern, kleinen Unternehmen oder Landwirtschaftsbetrieben als auch von den ganz Großen der Branche angewandt werden. So versorgt beispielsweise das Dresdner Blockheizkraftwerk Nossener Brücke die Stadt mit Strom und Fernwärme. Die Fernwärmekapazität beträgt 455 Megawatt. Das entspricht dem Bedarf von rund 23.000 Einfamilienhäusern.

Hintergrund: Kraft-Wärme-Kopplung
Die Stromerzeugung mittels Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ist besonders umweltfreundlich, da in den kleinen dezentralen Einheiten die Wärme für Heizzwecke genutzt werden kann - im Gegensatz zu den zentralen Großkraftwerken. Der KWK kommt wegen ihrer hohen Energieeffizienz eine besondere klimaschutzpolitische Rolle zu. Bis zum Jahr 2010 soll der Kohlendioxidausstoß in diesem Rahmen in Deutschland um mindestens 20 Millionen Tonnen gemindert werden. Die Betreiber von KWK-Anlagen erhalten nach dem KWK-Gesetz einen Zuschlag für den erzeugten Strom.

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