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Thalheim zur Ablösung der LPG-Altschulden
Pressemitteilung vom 28.07.2005


Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, Gerald Thalheim hat am 25. und 28. Juli zwei ostdeutschen LPG-Nachfolgern die Bescheide zur Ablösung der landwirtschaftlichen Altschulden übergeben. Die Übergabe erfolgt am 25.07.2005 bei der Landgut GmbH Staritz (Sachsen) und am 28.07.2005 bei der Agrar GmbH Gotthun (Mecklenburg-Vorpommern).

"Die Bundesregierung habe mit dem Altschuldengesetz den LPG-Nachfolgebetrieben ein faires Angebot vorgelegt. Für ablösewillige Unternehmen könne damit ein großes wirtschaftliches Problem ein für allemal aus der Welt geschafft und Planungssicherheit geschaffen werden. Im ländlichen Raum in Ostdeutschland werden somit Arbeitsplätze gesichert," sagte Thalheim.

Das Landwirtschafts-Altschuldengesetz trat am 25.06.2004 in Kraft. Es soll die inzwischen auf 2,6 Mrd. Euro gewachsenen Altschuldenlast nach 15 Jahren auf zwei Wegen bereinigen, nämlich

· den Anreiz für eine beschleunigte Rückzahlung der Altschulden in Gestalt einer einmaligen Zahlung eines Ablösebetrages zu schaffen und

· gleichzeitig die Rückzahlungsbedingungen für nicht abgelöste Altschulden zu verschärfen - allerdings weiterhin gekoppelt an die Gewinnsituation des Betriebes.


Eine Durchführungsverordnung vom 19. November 2004 regelt Einzelheiten für das Ablöseverfahren, die erforderlichen Antragsformulare und für die Bestimmung des Ablösebetrages.

Auf dieser Grundlage stellten bisher 85 Unternehmen bei den Gläubigerbanken Anträge auf Ablösung landwirtschaftlicher Altschulden. Ausgehend von der wirtschaftlichen Leistungskraft liegt die Spannbreite der von den Unternehmen angebotenen Ablösequote zwischen 4 % und 60 % der jeweiligen Schuldenlast.

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