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Elektronisches Halsband ersetzt den Weidezaun
Pressemitteilung vom 25.07.2002


Grenoble. Französische Ingenieure wollen die hässlichen Weidezäune in Touristengebieten ersetzen. Der Wald aus Weidepfählen ist nicht nur optisch unschön, die an ihnen gespannten Elektrodrähte können auch für Wanderer schmerzhaft sein, wenn diese versehentlich mit ihnen in Kontakt kommen. Der Verbesserungsvorschlag: Weg mit den Weidezäunen und her mit der unsichtbaren High-Tech-Grenze.

Die Entwickler des Zentrums für landwirtschaftliches Maschinenwesen („Cemagref“) in Genoble und Clemont-Ferrand verlegen statt eines Elektrozaunes einen mit Schwachstrom durchflossenen Draht im Boden und markieren so die Umrandung der Wiese. Den Kühen werden elektronische Halsbänder verpasst, die den Strom im Begrenzungsdraht „spüren“. Kommt dann eine Kuh dem vergrabenen Draht zu nahe, wird das Tier vom Halsband mit einem Piepton gewarnt. Kehrt es trotzdem nicht um, versetzt ihr das Gerät am Hals einen leichten Stromschlag. Ein von Solarzellen gespeister Akku versorgt den Markierungsdraht mit Energie. Für die Versorgung der Halsbänder reicht eine gewöhnliche Batterie einen ganzen Sommer lang aus, rechnen die Wissenschaftler des Instituts vor. Für die Almbauern hat das neue System überdies den Vorteil, dass der arbeitsintensive Auf- und Abbau der Zäune entfällt.

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