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Schindler: Vorverlegung des Bilanzierungszeitpunktes der Betriebsprämie völlig inakzeptabel
Pressemitteilung vom 17.07.2008


Das Bundesfinanzministerium plant, den Bilanzierungszeitpunkt der Betriebsprämie auf den Stichtag der Antragstellung (15. Mai) vorzuverlegen. Dies würde für die betroffenen Landwirte bedeuten, dass im Wirtschaftsjahr 2007/2008 zwei Betriebsprämien versteuert werden müssten, obwohl diese natürlich nur einmal ausgezahlt wird. Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd e. V. hat sich entschieden gegen dieses Vorhaben ausgesprochen, da diese Vorgehensweise zu drastischen steuerlichen Nachteilen und Liquiditätsengpässen der Unternehmen führen würde. Er bezeichnete das Vorhaben als Angriff gegen die gesamte Branche.

Die grundlose Vorverlegung des Bilanzierungszeitpunktes sei eine Zumutung für den gesamten Berufsstand, kommentierte der BWV-Präsident die Situation. Aus diesem Grund hat Schindler den rheinland-pfälzischen Wirtschaftsminister Hendrik Hering und Finanzminister Prof. Dr. Deubel in einem Schreiben aufgefordert, sich massiv gegen dieses Vorhaben einzusetzen. Es könne nicht hingenommen werden, dass die Betriebe grundlos durch eine zweifelhafte Auslegung des Steuerrechts in Liquiditätsengpässe geraten. Die immensen Schäden, die der heimischen Landwirtschaft hierdurch zugemutet würden, seien nicht wieder gut zu machen, so der BWV-Präsident.

Die Liquiditätslage vieler Landwirte sei durch die drastisch gestiegenen Betriebsmittelpreise ohnehin angespannt. Die Düngemittel- und Dieselpreise seien in den vergangenen Monaten explodiert, so Schindler. Eine weitere Belastung der Liquidität durch derartige „Schildbürgerstreiche" sei keinesfalls hinnehmbar, so der BWV-Präsident abschließend.

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