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12 000 Windräder und 280 000 Strommasten
Pressemitteilung vom 18.07.2002


Bundesumweltminister Jürgen Trittin und die Grünen sind in Sachen erneuerbare Energien keineswegs „Verpackungskünstler“. Vielmehr erweist sich die F.A.Z. mit der so betitelten Leitglosse in der Ausgabe vom 3. Juli einmal mehr als Verdrehungskünstler. Über Landschaftsästhetik mag zu diskutieren sein. Nun aber den gerade einmal 12.000 in Deutschland aufgestellten Windenergieanlagen zu unterstellen, sie verwandelten die Reste deutscher Kulturlandschaft in Industrieregionen, ist angesichts der rund 280.000 hierzulande installierten gewaltigen Hochspannungsmasten schon mehr als kurios. Den Tatsachen entspricht dies jedenfalls nicht. Und Raubbau an der Natur wird mit Windenergieanlagen wahrscheinlich nicht betrieben. Raubbau an der Natur und Schädigungen der Lebensgrundlagen künftiger Generationen erfolgt durch die ungehemmte Ausbeutung nur begrenzt verfügbarer fossiler Energieträger wie Kohle, Öl und Gas, die zum Schlichten Verbrennen viel zu wertvoll sind, und deren sinnloser Verbrauch auch noch mit horrenden Milliardenbeträgen staatlich subventioniert wird. Die Windkraft erhält hingegen keine Subventionen. Das haben EU-Kommission und Europäischer Gerichtshof nach ausgiebigen Prüfungen gerade erst festgestellt. Und was sind insgesamt 1,1 Milliarden Euro Windenergiekosten, wenn allein der Großkonzern Eon im vergangenen Jahr rund 3,8 Milliarden Euro Gewinn ausweist. In die Windkraft investieren nicht nur wenige Großanleger, sondern Tausende Kleinanleger, die damit ein unternehmerisches Engagement eingehen.
Die Windkraft ist bereits heute in der Lage, konventionelle Kraftwerke zu ersetzen, und das zu wirtschaftlichen Bedingungen. Dass diese nicht abgeschaltet werden, ist Folge der kurzsichtigen Subventionspolitik, die weder Rücksicht auf begrenzte Ressourcen noch auf klimaschädliche Auswirkungen mit unabsehbaren Folgen und Kosten nimmt.

Rainer Heinsohn, Cuxhafen

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