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Tanneberger: Agrardieselbesteuerung aufheben!
Pressemitteilung vom 10.07.2008


Der Verband Deutscher Landwirte (VDL) sieht angesichts explodierender Energiepreise die Rentabilität vieler landwirtschaftlicher Betriebe in Gefahr. Insbesondere bei der Besteuerung von Dieselkraftstoff komme es dadurch zu immer gravierenderen Wettbewerbsverzerrungen gegenüber Landwirten in anderen westeuropäischen Mitgliedstaaten der EU. Der Verband fordert daher von der Bundes- und Landesregierung Initiativen zur Senkung der Energiekosten für die Land- und Forstwirtschaft. Verbandspräsident Dieter Tanneberger fordert eine Entlastung der bäuerlichen Unternehmen, insbesondere den Agrardieselsteuersatz in Deutschland kurzfristig auf das französische Niveau abzusenken.

Tanneberger wies darauf hin, dass der hohe Preis für Agrardiesel innerhalb des letzten Jahres die Produktionskosten in der Landwirtschaft um rund 50 Euro je Hektar erhöht habe. Seit 1998 hat sich der Mineralölsteuersatz für Agrardiesel in Deutschland von 10,70 Cent je Liter auf heute 25,56 Cent je Liter mehr als verdoppelt. Ein Selbstbehalt von 350 Euro belastet die Betriebe zusätzlich. Hingegen würden französische Landwirte durch ihre Regierung auch 2008 nahezu vollständig von der Energiesteuer befreit bleiben.

Flächenstilllegung 2009 noch offen
Seit kurzem ist in Nordsachsen die Getreideernte voll angelaufen. Unklar ist noch, ob für das neue Erntejahr die verpflichtende Flächenstilllegung wie 2008 weiter ausgesetzt bleibt. Die Ackerbauern können nicht bis zur Entscheidung des EU-Agrarrats im November 2008 warten, um ihre Anbaupläne festzulegen. Der VDL wie auch andere Bauernverbände drängen daher Bundesagrarminister Horst Seehofer bereits zur Tagung des Agrarrates am 15. Juli in Brüssel zu einer Entscheidung zu kommen.

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