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Bauern bangen um Wintergerste und Heu-Ernte
Pressemitteilung vom 12.07.2007


Nach Frühjahrstrockenheit und derzeit anhaltenden Niederschlägen bangen die deutschen Bauern um ihre laufende Ernte von Wintergerste und Heu.

Nachdem man mit der Getreideernte drei Wochen früher als sonst begonnen habe, sei sie wegen der hohen Feuchtigkeit jetzt «vollständig zum Erliegen gekommen», heißt es im ersten diesjährigen Erntebericht des Deutschen Bauernverbandes (DBV) vom vorigen Mittwoch. Weitere Berichte sollen regelmäßig alle zwei Wochen folgen. Teilweise seien die Böden zu nass und unbefahrbar. Die Erträge bei der Wintergerste unterlägen je nach Böden starken Schwankungen. Während mit dem Dreschen im Süden und Westen Deutschlands früh begonnen worden sei, werde der notwendige Erntestart im Norden durch die aktuellen Niederschläge behindert. «Da das Getreide aber reif ist, ist jeder Regentag mit Verlusten verbunden.» «Da eine Lagerung von Getreide erst ab Feuchtigkeitsgehalten unter 15 Prozent möglich ist, muss der Großteil der geernteten Ware kostenaufwendig getrocknet werden», berichtet der Verband. Die Preise für Wintergerste erreichen je nach Region 135 bis 150 Euro je Tonne im Vergleich zu 90 bis 95 Euro im Vorjahr. Die hohen

Kosten für die Trocknung zehrten jedoch die besseren Erlöse auf. Bei der Sommergerste, die bei entsprechender Qualität als Braugerste verwendet wird, seien erste Bestände bereits im Süden und in Rheinland-Pfalz gedroschen worden. «Hier wurden durchschnittliche Erträge erreicht, die Gerste war trocken. Allerdings gab es Probleme mit zu hohen Proteingehalten, die eine Braugerstenverwendung nicht mehr ermöglichen.» Beim Winterraps wurden 10 bis 20 Prozent von den Landwirten hereingeholt. «Hier zeichnen sich auch witterungsbedingt durch die Frühjahrstrockenheit regional sehr starke Unterschiede in den Erträgen ab. «Winterweizen und Roggen wurden bislang noch nicht geerntet. Diese Ernten stehen erst in den nächsten 10 Tagen an.» Sorgen hätten vielfach auch die Futterbaubetriebe. Die Frühjahrstrockenheit mache die Grünlandflächen unergiebiger. In einigen Bundesländern sei auch die Heuernte gefährdet, da die Gräser zu stark gewachsen seien und nur noch geringen Nährwert hätten. «Ob überall eine ausreichende Versorgung mit Winterfutter sichergestellt ist, muss zum jetzigen Zeitpunkt noch offen bleiben.»

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