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Die Molkereien Eifelperle und Starmilch fusionieren
Zusammenschluss zur Nummer drei der deutschen Milchverarbeiter
Pressemitteilung vom 09.07.2004


Die genossenschaftlichen Molkereien Hochwald im rheinland-pfälzischen Thalfang und Starmilch im hessischen Fulda rücken eng zusammen. Zum 1. Januar 2005 ist dann eine Fusion der Hochwald-Muttergesellschaft Erbeskopf Eifelperle eG und Starmilch eG geplant. Damit entsteht hinter Nordmilch und Humana, etwa gleichauf mit Müller-Milch, der drittgrößte deutsche Milchverarbeiter. Bereits vom nächsten Monat an sei eine enge Kooperation von Hochwald und Starmilch vereinbart, sagte Hochwald-Hauptgeschäftsführer Karl-Heinz Engel dieser Zeitung. In den Bereichen Rohmilcherfassung, Milchverwertung, Einkauf, Produktion und Vertrieb sollten durch Zusammenarbeit kurzfristig alle Rationalisierungsmöglichkeiten genutzt werden. Es sollen "erhebliche Synergieeffekt freigesetzt werden".

Ob es zu Produktionsverlagerungen, Werksschließungen oder dem Abbau von Arbeitsplätzen kommt, ist nach Engels Angaben derzeit noch offen.

Hochwald, das im vergangenen Jahr von Nestlé die Marke "Bärenmarke" übernommen hat, erzielte zuletzt einen Umsatz von rund 800 Millionen Euro. Starmilch kommt auf rund 250 Millionen Euro. Die Ertragslage, die sich bei genossenschaftlichen Molkereien am besten anhand des Auszahlungspreises an Milchbauern beurteilen läßt, liegt bei Hochwald über dem Bundesdurchschnitt. Starmilch dürfte etwa auf dem Durchschnittsniveau liegen. "Beide Unternehmen sollen auf dem Markt eigenständig bleiben", kündigte Engel an. Die bekanntesten Marken von Hochwald neben "Bärenmarke" sind "Glücksklee" und "Lünebest". Hochwald hat unter anderem Frisch- und haltbare Milch, Kondensmilch, Sprühsahne, Joghurt sowie Käse im Sortiment. In zwei Fleischwerken werden Wurst und Schinken sowie Würstchenkonserven hergestellt. Starmilch verfügt über die Marken "Moha", "Rhöngold" und "Der kleine Strolch" (Käse). Der Anpassungsprozeß in der europäischen Milchwirtschaft angesichts der neuen EU- Milchmarktpolitik und der Internationalisierung der Kunden im Lebensmitteleinzelhandel verlangt nach Ansicht von Engel insbesondere in Deutschland wettbewerbsfähige Verwaltungsstrukturen.

Quelle:Ernährungsdienst

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