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Landwirtschaftliche Bauten: Fotovoltaikkonzepte, die passen
Pressemitteilung vom 10.07.2003


"Vom Landwirt zum Energiewirt"; ein Motto, das den Blick der Landwirte auf ein sinnvolles und nachhaltiges Marktsegment richten soll: Die erneuerbaren Energien. Ein solcher Slogan suggeriert ein auf den Landwirt abgestimmtes Konzept, das hinter den Produktangeboten steht. Doch allzu häufig sind keine agrarspezifischen Produkte vorhanden und das, was es gibt, ist nur dürftig passend gemacht.
Dies ist auch bei den Fotovoltaikanbietern festzustellen, die sich in jüngster Zeit vermehrt auf dem landwirtschaftlichen Markt bewegen. Die meisten erzielen ihren Hauptumsatz im Wohnungsbau und übertragen diese Konzepte und Produkte auf den Agrarsektor, der vermeintlich ähnlich ist.

Natürlich sind auch hier hauptsächlich Dächer zu bestücken. Diese unterscheiden sich jedoch häufig grundlegend von denen im Wohnungsbau. Während im Wohnungsbau überwiegend Ziegel als Baustoff verwendet werden und die Dachunterkonstruktionen auf die Schwergewichte von etwa 30 kg pro qm eingerichtet sind, haben Ziegeldächer bei landwirtschaftlichen Bauten - gerade bei Stallungen, Lager- und Maschinenhallen - eher Seltenheitswert. Dies ist bei der Übertragung der Wohnungsbaukonzepte nicht immer bedacht. Die Landwirtschaft ähnelt in diesem Punkt eher dem industriellen Hallenbau und verwendet meist ähnliche Materialien, z. B. Blech oder Eternit.

Der Dachstuhl eines zu sanierenden Eternit- oder Blechdaches ist mit der Gewichtsklasse von Ziegeln überfordert. Die meist verwendeten, kristallinen Solarelemente wurden für stabile Dachunterbauten entwickelt, bei denen das Gewicht nur eine untergeordnete Rolle spielt. Der Wechsel auf leichte Dachunterkonstruktionen klappt deshalb nur mit Spezialanfertigungen. Anders bei Unternehmen, die aus dem Hallenbau kommen und zusätzlich Fotovoltaik anbieten, denn sie kennen die Bedingungen und Probleme solcher Dächer aus ihrem Alltagsgeschäft.

Dieses Fazit hat auch ThyssenKrupp Bausysteme gezogen und bietet in ihrer Special Line eine Produktlinie für den Landwirt an: "Agrotec".

Das Produkt trägt unter anderem den Ausdünstungen in Ställen mit einer speziell entwickelten Beschichtung (Agrarschutzklassen) Rechnung und kann auch als solares Bauelement geliefert werden. Dabei unterscheidet es sich nur von den herkömmlichen Stahlbauelementen durch eine dünne Solarfolie, die mit ihrem Gewicht keine Auswirkung auf das Dachtragewerk hat. Zu diesem Resümee kommt auch Katja Schumann, Geschäftsführerin von IBV, einem Unternehmen aus dem industriellen Hallenbau: "Solange man sich bei einer Sanierung in dem Gewichtsbereich des vorhandenen Daches bewegt oder das neue Material sogar leichter ist, gibt es überhaupt keine Probleme mit der Statik. Es werden keine veränderten Unterkonstruktionen benötigt. Es muss nicht aufgebaut oder ausgetauscht werden. Generell kann man sagen, mit Metall ist es möglich, schnell und kostengünstig zu bauen."

Faxnummer: 0231-946138-4 z. Hd. Michaela Kawaters

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