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    Bundesverband
    Deutscher Landwirte e.V.
    Dresdner Straße 46
    09526 Dittmansdorf
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Wahltag ist Zahltag
Getilgte Altschulden sind als Betriebsausgaben steuerlich abzugsfähig
Pressemitteilung vom 11.07.2002


Verweigern Sie Ihre Wählerstimme jenen Kandidaten, die die Roten Barone und die industriemäßig betriebene Landwirtschaft favorisieren!

Die Bundestagswahlen stehen vor der Tür. Die Fragen der Veruntreuung und der Vermögenshinterziehung bei den massenhaft fehlgeschlagenen LPG- und Umwandlungen in den neuen Bundesländern, sind noch immer ungelöst. Der Rechtsstaat im Osten ist damit weiter in seinem Kern angegriffen und beschädigt. Die Parteien und die einzelnen Politiker lassen sich von vereinzelten Stimmen kaum beeinflussen. Deswegen ist es dem VDL wichtig, die privaten Bauern und ihre Familien in Ostdeutschland mit Blick auf die Bundestagswahlen am 22. September 2002 aufzurufen:
Wer sich als Partei oder Politiker nicht für den Rechtstaat einsetzt und den Mantel des Vergessens über das LPG-Unrecht legen will, wird nicht mehr gewählt! Nutzen wir das Wahljahr. Erklären wir den Parteien, dass sie unsere Stimmen am 22. September verlieren, wenn sie sich nicht für rechtsstaatswürdige Lösungen in den weiter schwelenden LPG-Konflikten einsetzen. Die Wiederwahl ist das höchste Ziel eines Politikers. Verweigern Sie Ihre Wählerstimme jenen Kandidaten, die die Roten Barone und die industriemäßig betriebene Landwirtschaft favorisieren! „Rechtsstaat, Gerechtigkeit, Moral, Eigentum, das alles zählt für einen Abgeordneten wenig im Verhältnis zu Wiederwahl, Machterhalt, gesicherten Diäten und gepflegten ideologischen Vorurteilen. Nur wenn seine Wiederwahl in Gefahr gerät, gerät ein Politiker wirklich in Bewegung. Das ist banal, aber es ist so.“ (Beatrix Herzogin von Oldenburg).
Der VDL ist eine organisierte Wählergemeinschaft. Wir dürfen nicht aufhören, weiter den Rechtsstaat und rechtsstaatswürdige Lösungen für die LPG-Opfer zu fordern. Der Wahlausgang ist nicht vorhersehbar, weil es derzeit eindeutige Mehrheiten in Deutschland nicht gibt. Daher zählt jeder Stimme. Machen wir der Politik deutlich, dass die LPG-Konflikte 700.000 Vermögensopfer betreffen – und mit deren Familien noch ca. 2 Millionen Wähler unentschieden sind.
Die Verschiebung des LPG-Vermögens und die mittelalterliche Landnahme der Roten Barone darf nicht zum politischen Tabu in Deutschland werden. Die Schill-Partei in Hamburg hat gezeigt, wie schnell alte, verwachsene und scheinbar undurchdringliche Filzstrukturen aufzubrechen sind. Die ostdeutschen Bauern und Grundeigentümer werden mit ihrem Stimmverhalten die notwendigen Veränderungen im Deutschen Bundestag mitgestalten.

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