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Flath kritisiert Sonnleitner: Agrarwende keine Rolle rückwärts
Paradoxes Verbraucherverhalten / Agrarwende muss mehr Transparenz bringen
Pressemitteilung vom 05.07.2001


Dresden. Eine Wende in der Agrarpolitik ist laut Sachsens Umwelt- und Landwirtschaftsminister Steffen Flath (CDU) nach wie vor nötig. Obgleich sich der Rindfleischmarkt nach der BSE-Krise wieder stabilisiert habe, dürfe „nicht alles beim Alten bleiben“. Auf die Verbraucher sowie den Tier- und Umweltschutz müsse künftig mehr Rücksicht genommen werden. „Das ist die Lehre aus dem letzten halben Jahr“, sagte Flath während eines Besuches in der Verbraucherzentrale Sachsen e.V. (VZS) in Leipzig. Er widersprach damit DBV-Präsident Gerd Sonnleitner, der in einem Interview die Agrarwende als „Rolle rückwärts“ bezeichnet und den Bauern bescheinigt hatte, bereits ökologisch zu produzieren. Laut Flath müssten sich die Landwirte verabschieden vom „ständigen Streben nach Spitzenerträgen“ und sie müssten mehr Qualität anbieten. Dazu sei es erforderlich, den Einsatz von Chemikalien und Medikamenten zu verringern. Auch sollte die Tierzahl auf Basis der Nutzfläche pro Betrieb begrenzt werden. Trotz guter Förderbedingungen sei das Interesse der sächsischen Bauern an der ökologischen Landwirtschaft eher gering. „Wir könnten mehr Betriebe verkraften“, so der CDU-Politiker. Gleichzeitig räumte er ein, dass sich das Engagement für den Landwirt auch rechnen muss.

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