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    Bundesverband
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Immer mehr Computer in der Landwirtschaft
Pressemitteilung vom 07.07.2005


Datenverarbeitung. Der Computereinsatz findet in der Landwirtschaft eine stetig wachsende Verbreitung. Gute PC- und Internetkenntnisse werden immer entscheidender für ein erfolgreiches Unternehmensmanagement, stellte der Deutsche Bauernverband (DBV) nach aktuellen Zahlen im Situationsbericht 2005 fest.

Gerade neue Dokumentations- und Aufzeichnungspflichten sorgen unter den Landwirten für eine schnelle Verbreitung von PC und Internet. So wird der weit überwiegende Teil der Bestands- und Bewegungsmeldungen an die Rinderdatenbank inzwischen von den Landwirten per Internet gemeldet.

Nach der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe des Statistischen Bundesamtes sind Landwirte Vorreiter beim Einsatz moderner Informationstechnologien. Danach besaßen im Jahr 2003 drei von vier Landwirten einen PC, deutlich mehr als im Durchschnitt aller Haushalte. Sie erreichten allerdings nicht den Wert der Haushalte von Selbständigen, in denen der PC bereits zu 86 % vorhanden ist.

Mit 78 % sind rund 5 % mehr landwirtschaftliche Betriebe als private Haushalte mit einem Mobiltelefon ausgestattet. Landwirtschaftshaushalte verfügen außerdem zu 62 % über einen Internetzugang, während es bei den Haushalten insgesamt nur 46 % sind. Besser schneiden dabei Gewerbetreibende und Freiberufler mit 76 % ab.

Die Ausbildungsplatzsuche wird zur Herausforderung
"Die Situation auf dem Ausbildungsstellenmarkt ist nicht mehr hoffnungslos, doch für viele junge Menschen ist die Suche nach einem Ausbildungsplatz nach wie vor eine große Herausforderung", erklärt Rosi Geyer, Vorsitzende des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL), vor dem Hintergrund der aktuellen Ausbildungsplatzzahlen zum Ende des Jahres 2004. So wurden nach Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit bis zum 30. September 2004 knapp 573000 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen, rund drei Prozent mehr als 2003. Demnach gibt es erstmals seit 1999 einen Zuwachs bei den abgeschlossenen Verträgen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund stellt jedoch diesen Zahlen gleichzeitig einen Anstieg an BewerberInnenzahlen gegenüber.

Für viele Jugendliche ginge es nach einer bestimmten Zeit der Suche nicht mehr um einen Ausbildungsplatz im angestrebten Traumberuf, sondern viel eher um eine Chance und Perspektive für ihr Leben, sagt Geyer. Junge Menschen seien bereit sich durch Flexibilität an die Situation anzupassen und würden einen Umzug oder weite Anfahrtszeiten in Kauf nehmen.

Gerade Jugendliche im ländlichen Raum wollen gerne in ihrer Region bleiben. Der Umzug in eine andere Region bedeutet für sie eine hohe persönliche Belastung und zusätzliche Kosten.

„Viele der Auszubildenden, die ihre Heimat verlassen, hoffen, dass sie nach Abschluss der Ausbildung einen Arbeitsplatz in ihrer Region finden. Die aktuelle Situation auf dem Arbeitsmarkt im ländlichen Raum bietet dafür allerdings keine allzu guten Aussichten.“ so Geyer weiter.

Neben der großen Mobilität seien viele junge Menschen zudem bereit, sich nach einem anderen Ausbildungsberuf zu orientieren, wenn sich der Ausbildungsplatz im Traumberuf nicht realisieren ließe. „Es ist bedauerlich, dass Medien oftmals die ausbildungsunwilligen Jugendlichen darstellen und viele große Firmen sich lediglich über die schlecht qualifizierten Schulabgängern beschweren würden. Sicherlich gibt es auch diese Fälle, aber deshalb kann dieses recht negative Bild nicht auf alle junge Menschen übertragen werden“, sagte Geyer.

Quelle: DLG-Mitteilungen 7/2005

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