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    Bundesverband
    Deutscher Landwirte e.V.
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Landwirte in den neuen Ländern verdienen am meisten Gewinne
Pressemitteilung vom 07.07.2005


Je nach Bundesland wurde auf den landwirtschaftlichen Betrieben (Haupterwerb) im vergangenen Wirtschaftsjahr unterschiedlich verdient. Am besten schnitten laut Agrarbericht die neuen Bundesländern ab. Mit einem Gewinn von 63646 Euro je Betrieb liegt Mecklenburg-Vorpommern an der Spitze. Auch auf Platz zwei liegt mit Sachsen-Anhalt, wo durchschnittlich 58997 Euro erwirtschaftet wurden, gefolgt von Thüringen mit 36864 Euro.
Erst auf dem vierten Platz folgt mit Schleswig-Holstein und 35675 Euro eins der alten Bundesländer, das traditionell den Spitzenplatz inne hatte. 35544 Euro brachten Rheinland-Pfalz auf Platz 5. Niedersachsen lag mit nur 30481 Euro – knapp über dem Bundesdurchschnitt von 28254 Euro – auf Platz sechs. Knapp dahinter an siebter Stelle lag Nordrhein-Westfalen mit 30370 Euro, gefolgt von Brandenburg mit 29823 Euro, Baden-Württemberg mit 27725 Euro und Sachsen mit 26090 Euro. Schlusslichter sind Hessen mit 23660 Euro und Bayern mit nur 20790 Euro Gewinn.
Die Betriebsgewinne sind aber nicht nur sehr unterschiedlich ausgefallen, sie drifteten im vergangenen Jahr auch weiter auseinander. Die Spitzenreiter konnten teilweise recht deutliche Gewinnzuwächse verbuchen, während die Schlusslichter weiter abfielen. So konnte Sachsen-Anhalt mit einem Plus von 46,1 % die mit Abstand höchste Steigerung gegenüber dem Vorjahr vorweisen. Auch Mecklenburg-Vorpommerns Landwirte verdienten 34,5 % mehr. In Niedersachsen lag die Steigerung immerhin noch bei 20,2 %, während in Hessen 8,9 % und in Bayern sogar 10,9 % weniger verdient wurde.
Zur Verbesserung der Ertragslage auf den Höfen haben insbesondere Erlössteigerungen im Ackerbau durch höhere Preise für Getreide, Kartoffeln und Zuckerrüben beigetragen.
Dagegen drückten weitere Rückgänge der Milchpreise, die trockenheitsbedingt geringeren Hektarerträge sowie die gestiegenen Aufwendungen für Betriebsmittel auf die Gewinne. Insgesamt blieben die Gewinne der Haupterwerbsbetriebe trotz der Steigerung um 4,8 % hinter dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre zurück.

Quelle: DLG-Mitteilungen 7/2005

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